Polizei Erfurt kontrolliert Frau auf E-Scooter – am Ende gibt es fünf Verletzte

Polizisten aus Erfurt mussten Verstärkung rufen (Symbolbild).
Polizisten aus Erfurt mussten Verstärkung rufen (Symbolbild).
Foto: dpa
  • Polizei Erfurt will Frau mit auf die Wache nehmen
  • Ihre Freunde wollen das mit aller Macht verhindern
  • Mehrere Streifenwagenbesatzungen können sie beruhigen

Erfurt. In Erfurt ist in der Nacht eine Verkehrskontrolle eskaliert. Die Polizei wollte eine 22-Jährige mit auf die Wache nehmen, damit sie dort eine Blutprobe abgibt. Zuvor hatten sie die Frau mit ihrem E-Scooter auf der Bahnhofsstraße in Erfurt erwischt – wo sie 0,7 Promille pustete.

Die 22-Jährige war mit mehreren Leuten unterwegs, mit denen sie vorher Geburtstag gefeiert hatte. Die insgesamt acht Partygäste im Alter zwischen 24 und 54 Jahren wollten verhindern, dass die Beamten die junge Frau mit zur Dienststelle nehmen.

Erfurt: Mann schlägt Polizist ins Gesicht

Die Polizei Erfurt versuchte es nach eigenen Angaben zunächst mit "kommunikativem Einwirken", verteilte Platzverweise und drohte der aggressiven Truppe damit, Pfefferspray einzusetzen. Außerdem forderten die Polizisten Verstärkung an.

Das alles half nichts: Ein 50-jähriger Mann schlug einem Beamten unvermittelt mit der Faust ins Gesicht, wodurch der 32-jährige Polizist verletzt wurde. Bei der anschließenden Festnahme wehrte sich der Beschuldigte so heftig, dass er noch zwei weitere Polizisten verletzte. Auch Einsatztechnik wurde demoliert. Der Schaden: Knapp 2.000 Euro.

Polizei Erfurt setzt Pfefferspray ein

Die Gruppe war laut Polizei Erfurt weiter so aufgeheizt, dass die Beamten Pfefferspray versprühten, wodurch zwei Personen leicht verletzt wurden.

Erst der Einsatz von insgesamt sechs Streifenteams der Erfurter Polizei und einer Streife der Bundespolizei führte dazu, dass die Tumulte beendet werden konnten.

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Rettungsteams kümmerten sich um die Verletzten. Die Polizei nahm die Personalien auf und prüfte die Promillewerte der Gruppe. Die Partygäste aus Erfurt erwarten jetzt Strafanzeigen wegen versuchter Gefangenenbefreiung, Körperverletzung und tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte. (ck)