Hände in Erfurt abgehackt? Polizei stellt klar – „Stimmungsmache durch Fake-News“

Bei Facebook machte ein Posting die Runde, demzufolge in Erfurt ein Mann von einem Flüchtling schwer verletzt wurde. Alles falsch, sagt jetzt die Polizei (Symbolbild).
Bei Facebook machte ein Posting die Runde, demzufolge in Erfurt ein Mann von einem Flüchtling schwer verletzt wurde. Alles falsch, sagt jetzt die Polizei (Symbolbild).
Foto: Thomas White / REUTERS

Erfurt. Nachdem ein blutiger Facebook-Post in Erfurt und Thüringen die Runde machte, hat sich nun die Polizei zu Wort gemeldet. Sie spricht von gezielter „Stimmungsmache durch Fake-News“.

Erfurt: Blutiges Foto hochgeladen

Was war passiert? Ein User habe bewusst ein Foto aus Erfurt bewusst in einen falschen Kontext gestellt, um „die öffentliche Meinung gegenüber Migranten negativ zu beeinflussen“.

Um die Botschaft zu unterstützen, sei das Bild manipuliert worden, indem man dem Opfer die Hände weg retuschiert hat.

Mutter und Sohn streiten sich heftig

Das verbreitete Foto entstand laut Polizei bereits am vergangenen Dienstag, kurz vor Mitternacht im Flur eines Mehrfamlienhauses in der Prager Straße in Erfurt.

Auslöser war demnach eine körperliche Auseinandersetzung zwischen einer Mutter und ihrem erwachsenen Sohn.

Erfurt: Mann verletzt sich an Glasscherben

Im Rahmen des handfesten Streits sei eine Glastür zu Bruch gegangen. „An den Glasscherben verletzte sich der 35-jährige Sohn. Er verließ daraufhin stark blutend die Wohnung und begab sich in den Hausflur, wo ihn eine unbeteiligte Person versorgte“, schildert die Polizei Erfurt den Fall.

In dem Hass-Posting stand: „Merkels neue Kinder hacken Deutschen beide Hände ab.. Und nix in Nachrichten oder sonst was, wird alles tot geschwiegen!!!!! Würd Zeit das man was dagegen tut.. Es kann jeden Treffen auch euch Gutmenschen und Bahnhofsklatscher!!!!“ (Originalzitat)

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Der Facebook-User hat seinen Beitrag inzwischen gelöscht. Der blutend am Boden liegende Mann ist für die Polizei in dem Fall nicht das Opfer, vielmehr ermitteln die Beamten gegen den 35-Jährigen, weil er seine Mutter schon öfters angegriffen haben soll. (ck)