Erfurt: Kaum einer weiß, woher der Name kommt – weißt du es?

Weißt du woher der Name deiner Stadt „Erfurt“ stammt? Wir erklären es dir.
Weißt du woher der Name deiner Stadt „Erfurt“ stammt? Wir erklären es dir.
Foto: imago images/Christian Ohde/Symbolbild

Weißt du, woher der Name Erfurt kommt?

Stadtnamen sind oft kurios oder lassen sich nicht wirklich ableiten. Wer in Busendorf oder Blödsheim wohnt, hat es sicherlich nicht leicht, die Herkunft des Stadtnamens heraus zu finden.

Meist stammen die Namen von lateinischen Begriffen für Siedlungen oder Dörfer ab. Oftmals spielt die Lage des Ortes auch eine wichtige Rolle – an einem Fluss oder See zum Beispiel.

Doch woher kommt der Name Erfurt? Kennst du seine Bedeutung?

Erfurt: Woher kommt der Name der Stadt?

Namensgeber für die Stadt Erfurt waren auch hier der Ort und die Lage, wo sich im Jahr 742 die ersten Pilger ansiedelten. In der Stadturkunde ist die Rede von der Erft: Der Fluss, der direkt durch die Altstadt verläuft.

Er ist heute bekannt als die Gera. Bei der Stadtgründung durch den Bischof Bonifatius wurde sich auf die Erft als Namensgeber geeignigt.

Doch ein Teil des Namens fehlt noch. Der Anhängsel „Furt“ ist auch auf die Lage der Hauptstadt von Thüringen zurückzuführen.

Eine Sprecherin des Stadtarchivs erklärt: „Die Furt ist im geologischen Sinne eine seichte Stelle im Fluss. Da es so für die Pilger und Reisenden genauer war, wo sie hinmussten, nahm man die Furt noch in den Namen auf.“

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Alternative Variante für die Herkunft

Es kursiert auch noch das Gerücht, dass Erfurt so heißt, weil das Wasser des Flusses braun war. Die Farbe Braun hieß in der alten germanischen Sprache „erpf“.

Doch diese Theorie konnte die Sprecherin des Archivs nicht bestätigen. Diese Andeutungen tauchen in der ursprünglichen Stadturkunde nicht auf.

Erfurt bekannt durch bedeutendes Bistum

Die Hauptstadt von Thüringen erfuhr ihre große Bekanntheit durch das gegründete Bistum. Sie wuchs im 10. Jahrhundert zu einem wichtigen Zentrum für die Kirche und den beginnenden Handel durch Kaufleute.

Die Stadt galt zu der Zeit in der Region als der größte Ort für Dienstleistungen und Lebensmittel. (el)