Erfurt: Feuer in Flüchtlingsunterkunft – Bewohner setzt Matratze in Brand, mit schlimmen Folgen

Ein Bewohner einer Gemeinschaftsunterkunft in Erfurt hat in seinem Zimmer ein Feuer gelegt. (Symbolbild)
Ein Bewohner einer Gemeinschaftsunterkunft in Erfurt hat in seinem Zimmer ein Feuer gelegt. (Symbolbild)
Foto: dpa

Erfurt. Der Bewohner einer Gemeinschaftsunterkunft in Erfurt hat am Dienstag einen Brand ausgelöst, der in einem Großeinsatz der Feuerwehr endete.

Zuvor hatte der Bewohner einen Wachmann in der Unterkunft auf Trab gehalten. Immer wieder steckte der Mann die Matratze in seinem Zimmer in Brand – mit schlimmen Folgen.

Erfurt: Mann setzt Matratze in Brand – Gebäude muss evakuiert werden

Wie die Polizei Erfurt mitteilt, hatte der Wachmann der Gemeinschaftsunterkunft in der Mittelhäuser Straße am Dienstagabend starken Rauch aus dem Fenster steigen sehen.

Der 62-jährige Wachmann überprüfte daraufhin das betroffene Zimmer und stellte fest, dass der – stark betrunkene – 23-jährige Bewohner seine Matratze in Brand gesetzt hatte.

Der Wachmann konnte das Feuer zwar mithilfe eines Feuerlöschers löschen. Doch wenig später brannte es erneut.

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Feuer in Gemeinschaftsunterkunft – Mann schwer verletzt

Während der Wachmann den Notruf wählte, setzte der Bewohner seine Matratze erneut in Brand. Das Gebäude musste geräumt werden. Laut Polizei konnten 21 Bewohner das Haus unverletzt verlassen.

Der Brandstifter wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Der Wachmann erlitt eine leichte Rauchvergiftung. Während des Einsatzes von Polizei und Feuerwehr musste die Mittelhäuser Straße gesperrt werden.

Bewohner bereits polizeibekannt – Ermittlung wegen Brandstiftung

Der mutmaßliche Brandstifter ist der Polizei bereits bekannt. Die genauen Hintergründe der Tat seien am Donnerstagmorgen noch nicht bekannt.

Der Bewohner wird heute dem Haftrichter vorgeführt, sagt die Polizeisprecherin. Die Kriminalpolizei ermittelt gegen den 23-jährigen wegen schwerer Brandstiftung

Die Schäden am Gebäude sind hoch! Sechs Wohneinheiten des Hauses sind gegenwärtig nicht bewohnbar. Die betroffenen Bewohner konnten in anderen Bereichen des Hauses untergebracht werden.

Insgesamt entstand ein Schaden von rund 5.000 Euro. (fno)