Drama in Erfurt: Frau droht mit Kindern (1,9) aus dem Fenster zu springen

Der Familie drohte die Abschiebung in Erfurt. daher drohte die Frau mit ihren Kinder aus dem Fenster zu springen. (Symbolbild)
Der Familie drohte die Abschiebung in Erfurt. daher drohte die Frau mit ihren Kinder aus dem Fenster zu springen. (Symbolbild)
Foto: imago images / PhotoAlto

Erfurt. Abschiebe-Drama am Mittwoch in Erfurt!

Eine Familie aus dem Irak sollte abgeschoben werden. Darauf drohte die Frau in Erfurt damit, sich mit ihren beiden Kindern aus dem Fenster zu stürzen.

Weil auf Klingeln und Klopfen niemand reagierte, forderten die Beamten einen Schlüsseldienst an, um in die Wohnung zu kommen.

Erfurt: Irakerin droht mit Kindern aus dem Fenster zu springen

Als die Beamten die Wohnung betraten, stand die 26 Jahre alte Frau auf dem Fensterbrett und hielt ihre beiden ein und neun Jahre alten Kinder auf dem Arm.

+++ Erfurt: Schreie am Herrenberg – unfassbar, was einer Schwangeren dort passierte +++

Die Feuerwehr war zwar im Einsatz, konnte aber aus baulichen Gründen in der Umgebung weder ein Sprungtuch- noch ein Sprungkissen aufbauen, wie eine Polizei-Sprecherin sagte.

Mehr als eine Stunde lang versuchten die Beamten die Frau zu überzeugen, das Fensterbrett zu verlassen - vergeblich.

------------------------------------

Mehr aus Erfurt:

Top-News des Tages:

-------------------------------------

Polizei zieht die Familie gerade noch aus dem Fenster

„Die Beamten konnten die Frau in einer günstigen Situation ergreifen und aus dem Fenster ziehen“, sagte die Sprecherin. Die 26-Jährige und ihre Kinder kamen in ein Krankenhaus. Die Abschiebung konnte daher zunächst nicht abgeschlossen werden.

Verletzt wurde niemand. Nach Angaben der Sprecherin fehlt von dem Mann der Frau bislang jede Spur.

Flüchtlingsrat will Abschiebung aussetzen

„Keinesfalls dürfen die Kinder und auch die Eltern einer solchen Situation nochmal ausgesetzt sein“, hieß es in einer Mitteilung des Thüringer Flüchtlingsrates.

Er fordert psychosoziale und therapeutische Angebote für die Mutter und die Kinder. Außerdem solle sichergestellt werden, dass es keine weiteren Abschiebebemühungen für sie gibt. (dpa/mb)