Erfurt Kita-Gebühren: Ist DIESER Beitrag wirklich gerechtfertigt?

Sind die Kita-Gebühren in Erfurt zu hoch? Eine Mutter erhebt schwere Vorwürfe. (Symbolbild)
Sind die Kita-Gebühren in Erfurt zu hoch? Eine Mutter erhebt schwere Vorwürfe. (Symbolbild)
Foto: imago images / Panthermedia

Erfurt. Eine Mutter in Erfurt ist richtig sauer: In der Stadt werde man dafür bestraft, dass man mehr verdient – diesen Vorwurf erhebt eine Frau in einem Facebook-Post gegen die Stadt Erfurt. „Ist doch alles nicht mehr normal“, schreibt sie. Damit stößt sie ein Thema an, das unter den Erfurtern hitzig diskutiert wird.

„Jammern auf hohem Niveau!“, meint eine Nutzerin. Andere äußern jedoch mehr Verständnis: „Eine absolute Frechheit das gleicht sogar einem Skandal. Leider kann man nix dagegen machen.“ Was war passiert?

Erfurt: Kita-Gebühren sorgen für Streit – Mutter muss über 400 Euro zahlen

Die Frau aus Erfurt hat ein Foto auf dem sozialen Netzwerk Facebook geteilt. Darauf ist ein Teil der Kita-Rechnung zu sehen. Und der offenbart eine stattliche Summe: 400 Euro. Pro Monat!

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Das stößt bei ihr auf Unverständnis. 400 Euro Grundbeitrag und zusätzlich 104 Euro Verpflegung – „dass wir für Kita und Verpflegung mehr als für die Miete bezahlen, ist schon sehr bitter“, sagt sie.

Nun fragen sich viele: Wie kommt dieser hohe Kita-Beitrag zustande?

Kita-Gebühren: Eltern müssen Höchstsatz zahlen

Die Stadt verweist auf die Gebührenordnung für Kindertageseinrichtungen. Wie hoch die Gebühren für Krippe und Kita in Erfurt sind hängt mit dem Einkommen der Eltern zusammen. Für unter Zweijährige werden im Monat 12 Prozent des Haushalts-Nettoeinkommens berechnet. Für Kinder ab zwei Jahren werden acht Prozent fällig.

Der Höchstsatz bei der Betreuung von Kindern unter zwei Jahren beträgt monatlich 400 Euro. Für Kinder ab zwei Jahren 280 Euro im Monat. Die Mutter aus Erfurt zahlt also für ihre Tochter den höchsten Beitrag.

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Die Mutter fühlt sich ungerecht behandelt: „Mich regt es prinzipiell auf, dass Besserverdiener in jeglicher Lebenslage mehr zur Kasse gebeten werden“.

Sobald man eine Lohnerhöhung bekomme oder einen langen Berufsweg hinter sich habe, werde man dafür bestraft. Am Ende müsse man immer mehr zahlen. Sie stellt dabei aber klar: „Ich zahle gerne für mein Kind.“ Fügt jedoch hinzu: „aber dann auch nur wenn es gerecht ist“. (fno)