Erfurt: Schock nach Brand-Tragödie – Familienvater verstorben!

Bei dem schweren Brand in Erfurt ist ein Mann verstorben.
Bei dem schweren Brand in Erfurt ist ein Mann verstorben.
Foto: Marcus Scheidel

Erfurt. Schock nach der schrecklichen Brand-Tragödie in der Weihnachtszeit! Eine Woche nach dem Brand in Erfurt am 13. Dezember ist der Familienvater (†37) seinen schweren Verletzungen erlegen.

Der Mann wurde nach dem Brand in der Rembrandstraße tagelang in einer Spezialklinik behandelt. Jedoch ohne Erfolg. Wie die Polizei Erfurt mitteilte, ist das Brandopfer am Freitag verstorben.

Erfurt: Familie verliert bei Brand alles – so reagiert die Stadt

Das Feuer mit in einer Wohnsiedlung in der Nähe des Stadtgartens ist nach ersten Ermittlungen wahrscheinlich in einer Küche ausgebrochen. Die Untersuchungen seien aber noch nicht abgeschlossen, sagte ein Polizeisprecher zuletzt.

Die Frau und die vier Kinder des Familienvaters waren zu dem Zeitpunkt nicht zuhause. Die Kinder seien nun zunächst bei der Oma untergebracht, berichtet Stadtsprecher Daniel Baumbauch gegenüber der Thüringer Allgemeinen.

Viele Erfurter hat das Schicksal der Familie sehr bewegt. Es gingen schon jetzt viele Spenden ein. 1.000 Euro Soforthilfe gibt es außerdem von der Stadtverwaltung; es wurde eine Spendenbox im Rathaus aufgestellt.

Schwerer Brand in Erfurt: Mann mit Hubschrauber in Spezialklinik

Das Feuer war am Freitag in einem mehrstöckigen Hochhaus in der Rembrandtstraße in Erfurt-Daberstedt ausgebrochen. Feuerwehrleute stiegen in die völlig verqualmte Wohnung. Doch da war es um die meisten Wertgegenstände schon geschehen: Sie sind durch Flammen und Rauch unbrauchbar.

Der 37-jährige Familienvater kletterte noch auf das Dach des Hauses. Von dort aus retteten ihn die Einsatzkräfte über eine Drehleiter. Er musste schwerverletzt mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden. Sein Zustand sei stabil, hieß es zunächst.

Weitere Anwohner der Nachbarhäuser waren ebenfalls gerettet worden. Sie blieben nach Angaben der Polizei unverletzt.

Frau startet Spendenaktion

Doch bis die Feuerwehrleute zum Einsatzort kamen, dauerte einige Zeit. Der Grund: Wie die Thüringer Allgemeine außerdem berichtet, standen Falschparker im Weg und behinderten somit die Löschfahrzeuge. Denn: Ein neues Löschfahrzeug kam gar nicht erst bis zum Brand. 100 Meter vor dem Einsatzort war Schluss, weil die Autos die Kreuzung versperrten.

Wertvolle Zeit verging, das Feuer konnte sich entwickeln, bis eine stabile Löschwasserversorgung vom Hydranten aus eingerichtet war. Das waren mehrere Minuten. Der Schaden hätte geringer sein können, wenn Autos nicht verbotswidrig geparkt hätten“, fasst Andreas Rogge gegenüber der Zeitung zusammen.

Eine Frau hatte wenig später eine Spenden-Aktion gestartet, um der Familie zu helfen. In einem Facebook-Post schrieb sie: „Der Vorfall geht mir ziemlich ans Herz, denn die Geschädigte Familie, bzw die Mama ist meine Kollegin.“

_______________________

Mehr Themen von Thüringen24:

_______________________

Freundin ruft zu Spendenaktion auf

„Davon abgesehen, das ihr Freund mit schweren Verbrennungen im Krankenhaus liegt, hat sie 4 Kinder (2 1/2 & 11 Jahre Jungen, 13 & 14 Jahre alte Mädchen), keine dauerhafte Bleibe, keine Kleidung, keine Unterlagen“, schrieb Anika Backhaus auf Facebook. Zu dem Zeitpunkt ahnt noch niemand, dass der Freund niemals zurückkehren wird.

Sie erklärte weiter: „Bleibe ist vorerst geregelt, Dokumente kann man sich wiederholen, aber da ein großer finanzieller Schaden entstanden ist, wollte ich helfen und dazu beitragen, denn das Geld wird jetzt auch erstmal an jeder Ecke und Kante fehlen.“

BVB-Fanclub unterstützt Spendenaufruf

Unterstützung erhielt sie außerdem von einem BVB-Fanclub aus Erfurt.

In dem Facebook-Post der jungen Mutter findest du Konto-Informationen:

Wohnhaus war nicht mehr zu retten

Das Wohnhaus sei wegen der Einsturzgefahr nicht mehr zu retten gewesen. Es brannte unter Aufsicht der Feuerwehr kontrolliert nieder. Auch die beiden Nachbarhäuser waren aufgrund der starken Rauchentwicklung unbewohnbar.

500.000 Euro Schaden

Der Schaden wird weiterhin auf eine halbe Million Euro geschätzt. (abr/fno/mb/ak/dpa)

Der Artikel wurde aktualisiert.