Erfurt: Flixtrain endlich auch in Thüringen – doch es gibt deftige Kritik

Flixtrain hält nun auch in Thüringen: Doch trotz des größeren Angebots für Fahrgäste, kritisiert „Pro Bahn“ das Unternehmen. (Symbolbild)
Flixtrain hält nun auch in Thüringen: Doch trotz des größeren Angebots für Fahrgäste, kritisiert „Pro Bahn“ das Unternehmen. (Symbolbild)
Foto: imago images / Rüdiger Wölk

Thüringen. Lange mussten Pendler warten - doch nun fährt er endlich! Seit dem Fahrplanwechsel vom Sonntag, 15. Dezember hält der Flixtrain auch in Thüringen – und zwar in der Landeshauptstadt Erfurt.

Zweimal täglich hält der Zug auf der Fahrt von Stuttgart nach Berlin in Erfurt. Von Donnerstag bis Montag außerdem in Eisenach und Gotha – und das zum absoluten Schnäppchenpreis.

Doch trotz des zusätzlichen Angebots hagelt es nun richtig viel Kritik vom Fahrgastverband „Pro Bahn“.

Erfurt: Flixtrain hält jetzt in Thüringen – doch es gibt ein Problem

Fahrten mit den Zügen des Reiseunternehmens Flixbus sind extrem günstig: Von Erfurt nach Berlin kann man für 9,99 Euro fahren. Die Deutsche Bahn ist zwar etwas schneller, eine Fahrkarte kann aber auch dreimal so teuer werden.

Die Flixtrain-Züge sind ausrangierte Intercity-Züge der Deutschen Bahn. Sie sind schon recht alt und nicht besonders modern oder optisch aufwendig gestaltet.

Doch das ist nicht das, was viele an Flixtrain ärgert.

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Flixtrain in Thüringen – es hagelt Kritik

Der Fahrgastverband „Pro Bahn“ beklagt: „Für die Struktur des Fernverkehrs in Thüringen bringt er [Flixtrain] nicht viel, weil er genau wie alle anderen Fernzüge über Erfurt fährt.“

Alle anderen wichtigen großen Städte in Thüringen würden aber links liegen gelassen. Orte wie Ilmenau, Gera oder Jena, hätten das Nachsehen. Aus Sicht von Pro Bahn sei ein Fernverkehrskonzept für ganz Thüringen gefragt, berichtet der MDR.

Flixtrain darf Schnelltrasse nutzen

Die grünen Züge dürfen sogar auf der Schnellstrecke zwischen Erfurt und Halle fahren. Flixtrain ist damit der einzige Anbieter neben der Deutschen Bahn, die die Trasse befahren darf, weil das Unternehmen seine Züge extra angepasst hat.

Für die Schnellstrecke benötigen die Loks ein spezielles Betriebssystem (European Train Control System/ETCS), um Signale und Daten zu übertragen. Deshalb wurden vom Unternehmen extra ETCS-fähige Triebwagen angemietet, so der MDR. (fno)