Erfurt: Mann nach Silvester stocksauer – „Das ist wirklich asozial!“

Nach Silvester beginnt in Erfurt das große Aufräumen. (Symbolbild)
Nach Silvester beginnt in Erfurt das große Aufräumen. (Symbolbild)
Foto: Moritz Frankenberg/dpa

Erfurt. Silvester in Erfurt – und jedes Jahr folgt das böse Erwachen. Die Stadt versinkt im Müll - im Netz machen Anwohner ihrem Ärger Luft. „Das ist wirklich asozial!“, heißt es etwa unter Neujahrs-Bildern vom Galgenberg in Erfurt.

„Schön alles zumüllen und dann nicht wegräumen“, beschwert sich ein Mann aus Erfurt in einer lokalen Facebook-Gruppe. Er war an Neujahr unterwegs am Galgenberg – ein eher abgelegeneres Plätzchen in der Nähe des Nordstrandes mit Panorama-Blick auf die Stadt.

Silvester in Erfurt: Neun Tonnen Müll verteilen sich über Innenstadt

Perfekt will man meinen, um das Feuerwerk zu genießen. Problematisch wird es jedoch, wenn die Feiermeute alles liegen lässt. So sind auf den Bildern – wie auf so vielen, die nach Silvester auf Facebook landen – deutlich die Hinterlassenschaften zu sehen, die jetzt nur darauf warten, entsorgt werden.

Seit dem Neujahrsmorgen ist die Straßenreinigung in Erfurt nun schon im Einsatz, heißt es aus den Stadtwerken in Erfurt.

Konzentriert wurde sich bei der ersten Tour zunächst auf die wichtigsten Straßen und die große Plätze in der Landeshauptstadt.

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Silvester-Müll: Das Verursacher-Prinzip

Eigentlich sei immer der Grundstückeigentümer für die Reinigung zuständig, heißt es von den Stadtwerken. Der könne demnach auch Hausmeister, Mieter oder Dienstleister mit der Beseitigung beauftragen.

Bei außergewöhnlichen Verunreinigungen durch Veranstaltungen wie eben Silvester sei der Verursacher beziehungsweise der Veranstalter in der Pflicht, seinen Unrat zu beseitigen, so liest sich die Satzung über die Reinhaltung und Reinigung öffentlicher Straßen in Erfurt.

Zuwiderhandlungen könnten demnach mit einer Geldstrafe von bis zu 5.000 Euro geahndet werden.

Erfurt räumt auf!

Für die städtischen Grünflächen sei das Garten- und Friedhofsamt zuständig.

Bis zum 2. Januar wurden alleine auf den Straßen und großen Plätzen in Erfurt rund neun Tonnen eingesammelt – und da wird sicher noch mehr kommen. (red)