Bodo Ramelow spricht Machtwort im Punkt Sommerferien

Ministerpräsident von Thüringen, Bodo Ramelow.
Ministerpräsident von Thüringen, Bodo Ramelow.
Foto: Martin Schutt/zb/dpa

Erfurt. Im Streit über die Sommerferientermine in Deutschland hat Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) Verlässlichkeit verlangt. „Es ist meines Erachtens für alle von Vorteil, wenn die Sommerferien langfristig geplant werden.“

Für Thüringen sei entscheidend, dass die Abstimmung in der Kultusministerkonferenz einvernehmlich erfolge, sagte Ramelow auf Anfrage in Erfurt. Vor allem Hamburg und Berlin machen Druck beim Thema Sommerferien.

Ramelow fordert: Ferien sollen neu sortiert werden

Die Ferientermine in Deutschland sollen neu sortiert werden - und zwar ohne Ausnahmen für Bayern und Baden-Württemberg.

Nach Ansicht von Ramelow haben sich die versetzten Zeiten für die Sommerferien bewährt. Er erwarte von allen Bundesländern, Egoismen in der Bildungspolitik zurückzustellen, so der Linke-Politiker.

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Bayern und Baden-Württemberg stellen sich quer

Hintergrund des Streits ist, dass sich Bayern und Baden-Württemberg traditionell nicht am rollierenden System der Bundesländer bei den Ferienterminen beteiligen.

Während 14 Bundesländer jedes Jahr zu einem anderen Zeitpunkt in die Ferien starten, sind die beiden Süd-Länder zeitlich immer die letzten und begründen das unter anderem mit ihren Pfingstferien, die manchmal bis fast Ende Juni dauern.

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Berlin und Hamburg setzen sich dafür ein, dass die Sommerferien künftig zeitlich weniger zwischen den Bundesländern gestreckt werden. Sie sollen künftig überall erst ab 1. Juli und nicht schon im Juni beginnen, damit die jährlichen Verschiebungen geringer ausfallen.