Erfurt: Männer gehen mit Messer und Knüppeln aufeinander los – DAS macht Ermittlungen so schwierig

Vor dem Großmarkt gingen 20 Männer mit einem Messer und einem Betonpflanzenkübel aufeinander los.
Vor dem Großmarkt gingen 20 Männer mit einem Messer und einem Betonpflanzenkübel aufeinander los.
Foto: Marcus Scheidel

Erfurt. Heftige Schlägerei am Sonntagmorgen in Erfurt! Etwa 20 Menschen sollen vor einem Asia Großmarkt in der Straße „An der Lache“ Ecke „Hohenwindenstraße“ aufeinander losgegangen sein. Einige davon waren auch bewaffnet.

Die Staatsanwaltschaft Erfurt hat die Ermittlungen wegen eines Anfangsverdachts auf versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung aufgenommen.

Erfurt: Mann mit Messer verletzt – unfassbar, was er dann macht

Ein 26-Jähriger sei bei dem Streit mit einem Messer in den Rücken gestochen worden, sagte der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Erfurt, Hannes Grünseisen, am Sonntag.

Der Stich sei derart heftig gewesen, dass die Klinge sogar abgebrochen sei. Der 26-Jährige wurde wohl aber trotzdem nicht schwer verletzt, sagte Grünseisen gegenüber dem MDR.

Der Verletzte sei in ein Krankenhaus gebracht worden – doch kurz darauf soll er aus dem Krankenhaus geflohen und nun nicht mehr erreichbar sein, berichtet der MDR am Montagmorgen.

Bei dem Konflikt am Sonntagmorgen in der Nähe eines Großmarkts im Norden der Stadt sollen verschiedene gefährliche Gegenstände zum Einsatz gekommen sein: neben dem Messer, etwa auch ein Betonpflanzenkübel, so Grünseisen.

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Streithähne sollen aus Eritrea kommen

Am Sonntagnachmittag gab es zunächst keine Erkenntnisse zur Ursache und dem genauen Verlauf der Auseinandersetzung. Bei den Beteiligten soll es sich um 20 Menschen aus Eritrea gehandelt haben.

Der Streit war vermutlich in einem Lokal in der Straße „An der Lache“ ausgebrochen. Die Hintergründe liegen aber weiterhin im Dunkeln, da die Beteiligten „nicht kooperativ“ seien, so Grünseisen gegenüber dem MDR.

Die Kriminalpolizei vernahm vier namentlich bekannte Beschuldigte. Wie am Montag bekannt wurde, sind alle vier jedoch wieder auf freiem Fuß. „Es besteht kein dringender Tatverdacht“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Erfurt. Sie hätten ausgesagt, aber die Tat bestritten.

Der Spressesprecher erklärte gegenüber Thüringen24, er erwarte „schwierige Ermittlungen.“

Die Ermittlungen wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung laufen aber weiter. (dpa/mb)