Erfurt: Syrischer Imbiss-Betreiber überrascht mit Aussage: „Bei mir wird nur ...“

Das Ibras in Erfurt ist mega beliebt. Der Geschäftsführer verrät, welche neuen Pläne es gibt.
Das Ibras in Erfurt ist mega beliebt. Der Geschäftsführer verrät, welche neuen Pläne es gibt.
Foto: Friederike Noske

Erfurt. Das Ibras-Bistro in Erfurt ist eines der beliebtesten Restaurants in der Stadt. Der Geschäftsführer verrät im Gespräch mit Thüringen24, was das Besondere am Essen im Ibras ist, warum es ihm wichtig ist, dass die Mitarbeiter dort Deutsch sprechen, und warum sich die Gäste bald doppelt freuen dürfen...

Erfurt: Imbiss-Betreiber verrät – DAS ist das Besondere am Ibras

Mittags ist es im Ibras in Erfurt rappelvoll. Das Bistro in der Nähe des Wenigemarkts ist ein sehr beliebter Anlaufpunkt - vor allem zur Mittagszeit. Außerdem, so der Geschäftsführer, „ist das Essen einzigartig hier in Erfurt.“

Im Ibras gibt es sudanesisch-orientalische Küche. „Alles wird täglich frisch zubereitet“, versichert Geschäftsführer I. (35). Er ist sehr freundlich, offenherzig, nur seinen Namen möchte er nicht öffentlich lesen.

I. kommt ursprünglich aus Syrien. 2007 ist er nach Berlin gezogen. Später dann nach Erfurt, seit 10 Jahren arbeitet er im Ibras. „Es gibt in Erfurt nichts Vergleichbares“, sagt er. Die Rezepte, die sie verwenden, seien teilweise schon sehr alt, aber mit eigene Kreationen verfeinert worden.

Mit dem Ibras hat I. einen Neuanfang gewagt. Das sei anfangs natürlich eine Herausforderung gewesen. „Da muss man Geduld haben, aber auch viel planen“, verrät er. Bevor er in die Gastronomie wechselte, hatte er eigentlich etwas ganz anderes gemacht.

>> Ibras in Erfurt ist mega beliebt – wir machen den Test!

Vom Friseur zum Falafelbäcker

Er war Friseur! Die Umstellung sei ihm aber nicht schwer gefallen. „Wenn es von Herzen kommt, dann macht alle Spaß“, so seine Einstellung. Wenn man sich etwas in den Kopf setze, dann kann man das auch schaffen. So sei es für ihn zum Beispiel auch nicht schwer gewesen, Deutsch zu lernen.

„Ich habe mehrere Schulen besucht, habe Abitur gemacht“, berichtet I. Dass auch die Mitarbeiter im Ibras Deutsch sprechen, ist ihm sehr wichtig.

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Im Ibras wird nur Deutsch gesprochen

„Wir sprechen hier deutsch,arabisch, kurdisch – wir sind multikulti“. Aber vor den Kunden sei es wichtig, Deutsch zu sprechen. „Wenn die Kunden uns nicht verstehen, dann fühlen sie sich unwohl. Aber sie sollen auch verstehen, worüber wir hier reden.“

Die Kundschaft in Erfurt sei sehr neugierig, so I. „Die probieren gerne Neues aus.“ In Erfurt fühlt sich I. sehr wohl. „Man kennt einfach so viele Leute, alle sagen sich 'Hallo'. Erfurt ist meine Heimat.“ Und für die hat I. noch einiges vor!

Neue Pläne für Erfurt – wächst der Imbiss?

„Ich habe noch viele Ziele, aber es ist auch schwierig“, lässt sich der Geschäftsführer noch nicht ganz in die Karten schauen. Ob es demnächst noch einen zweiten Imbiss in Erfurt geben wird?

Auf der Internetseite des Ibras ist jedenfalls ein Indiz darauf zu finden. Dort wird nach Hinweisen auf Räumlichkeiten in Erfurt gesucht.

Viele Erfurter wird es sicherlich freuen! (fno)