Erfurt: Touristen schauen sich die Stadt an – DAS irritiert sie total

Viele Touristen wundern sich über eine Eigenheit der Stadt Erfurt.
Viele Touristen wundern sich über eine Eigenheit der Stadt Erfurt.

Erfurt. Was für Berlin der Bär ist, ist für Erfurt die Puffbohne. Während der Bär für die meisten internationalen Besucher auf den ersten Blick erkennbar ist, sieht es bei der Puffbohne schon ganz anders aus.

Denn bei Erfurt-Touristen sorgt das ungewöhnliche Maskottchen regelmäßig für Verwirrung. Viele erkennen nicht auf den ersten Blick, was das plüschige grün-braune Fellknäuel mit dem freundlichen Gesicht darstellen soll. Das berichtete die „Welt“.

Erfurt: DAS sorgt für Verwirrung bei den Besuchern

Schon zu DDR-Zeiten war der freundliche Kerl das Maskottchen der Stadt, und schon damals bezeichneten sich die Erfurter gern als „rischdsche Buffbohne“, also als „richtige Puffbohne“.

Ziemlich verwirrend – was ist das nur für ein Ding, was den Erfurtern den Spitznamen gab?

Die Puffbohne hieß ursprünglich mal „Saubohne“. Die werden seit dem Mittelalter besonders im Mittelmeerraum angebaut. Damals war sie ein ideales Arme-Leute-Essen, weil sie größer als viele andere Bohnensorten war und gut sättigte.

Puffbohne andernorts als „Saubohne“ bekannt

Auch Boden und Klima in Erfurt waren bestens geeignet für den erfolgreichen Puffbohnenanbau. Die Bohnen wurde nach der Ernte gekocht, und dabei pufften sie auf. Schon war der Spitzname „Puffbohne“ geboren.

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Bohnen beliebt in Erfurt

Die Bohnen erfreuten sich so großer Beliebtheit in der Stadt, dass die Erfurter an jedem Puffbohnenfeld anhielten und die zarten Pflänzchen grüßten. Das brachte den Menschen laut „Welt“ den Spitznamen „Erfurter Puffbohne“ ein.

Auch heute wird die besondere Bohne noch in Erfurt angebaut. In einigen Restaurants wird sie dann als Salat oder Beilage zu Hauptgerichten gereicht.

Und als Stofftier, als Aufdruck auf Tassen und Jojos oder in der Saattüte kaufen Besucher sie als Andenken an ihren Ausflug in die thüringische Landeshauptstadt. Zwar dient sie heute nicht mehr als Hauptnahrungsmittel, an Beliebtheit hat die Bohne aber keinesfalls eingebüßt. (vh)