Flughafen Erfurt-Weimar: Namensänderung! Wegen DIESEN Phänomens!

Am Flughafen Erfurt-Weimar steht eine Namensänderung an. (Symbolbild)
Am Flughafen Erfurt-Weimar steht eine Namensänderung an. (Symbolbild)
Foto: imago images / Karina Hessland

Erfurt. Am Flughafen Erfurt-Weimar steht eine Veränderung an! Und die hat etwas mit einem ganz besonderen Naturphänomen zu tun: Dem Nord- und Südpol.

Beide sind nämlich nicht fest an einem Punkt verankern, sondern wandern bedingt durch Verschiebungen der Landmasse. Das führt am Flughafen Erfurt-Weimar zu einer Namensänderung. Darüber berichtete zuvor der „MDR“.

Flughafen Erfurt-Weimar: Veränderung auf dem Rollfeld

Die betrifft nicht den gesamten Flughafen, sondern das Rollfeld. Grund dafür ist die Verschiebung der beiden Pole, zwischen denen sich das Magnetfeld der Erde aufspannt. Die befinden sich nicht fix an einem Punkt, sondern unterliegen immer leichten Schwankungen – sie wandern.

Das Wandern resultiert aus Verschiebungen der Landmasse der Erde, beispielsweise wenn viel Eis auftaut. Dabei hat sich der Nordpol in den vergangenen Jahren so weit verschoben, dass sich auf dem Rollfeld nun etwas ändern muss.

Denn Start- und Landebahnen sind weltweit mit den Gradzahlen der Kompassrose gekennzeichnet. Die Gradzahl wird dabei durch zehn geteilt und gerundet. Bislang hatte die Startbahn ihn Erfurt den Namen 10/28, also 100 Grad in östlicher und 280 Grad in westlicher Richtung. Durch die Verschiebung des Nordpols werden nun aber beide Zahlen übermalt und angepasst.

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Zahlen müssen angepasst werden

Statt der 10 sehen Passagiere beim Anflug auf den Flughafen bald ein 09, und statt der 28 eine 27. Seit der Wende ist es die erste Anpassung am Flughafen Erfurt-Weimar. Die nächste steht nach Einschätzung des Flughafen-Sprechers Hans-Holm Brühl wohl erst in einigen Jahrzehnten an.

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Kurios: Bei anderen Flughäfen steht eine Namensänderung wohl erst einmal nicht an. Aktuell sei der Airport der Thüringer Landeshauptstadt der einzige in Deutschland, für den eine Umbenennung in absehbarer Zeit geplant ist, erklärte DFS-Sprecher Stefan Jeakel dem „MDR“. (dav)