Erfurt: Polizisten bringen Frau nach Hause – ungeheuerlich, was dann passiert sein soll!

Zwei Polizisten sollen im Dienst eine ungeheuerliche Tat begangen haben. Jetzt werden von der Staatsanwaltschaft Erfurt schwere Vorwürfe erhoben.
Zwei Polizisten sollen im Dienst eine ungeheuerliche Tat begangen haben. Jetzt werden von der Staatsanwaltschaft Erfurt schwere Vorwürfe erhoben.
Foto: Imago Images/Lausitznews

Erfurt/Arnstadt. Die Vorwürfe klingen unheuerlich! Zwei Polizisten aus Thüringen sollen im Dienst eine Frau vergewaltigt haben. Und die Männer gestehen: Sex soll es tatsächlich gegeben haben – aber nicht unter Zwang.

Jetzt wurde in Erfurt gegen die Beamten Anklage erhoben.

Den zwei Beamten werde unter anderem gemeinschaftliche Vergewaltigung im besonders schweren Fall vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft Erfurt am Montag mit.

Prozess in Erfurt: Vergewaltigung im Polizei-Dienst mit Waffe

Die Männer sollen Ende September vergangenen Jahres eine Frau zunächst in Gewahrsam genommen haben, um die Identität der 32-Jährigen zu überprüfen. Gemeinsam sollen sie daraufhin mit der Frau in deren Arnstädter Wohnung (Ilm-Kreis) gegangen sein.

Dort sollen die Polizisten dann nacheinander gegen den Willen mit der Frau Sex gehabt haben. Die zwei Angeschuldigten sollen ihre Dienstwaffen bei der Tat dabeigehabt haben, hieß es.

Entsprechend wirft die Staatsanwaltschaft den Männern auch gemeinschaftlichen sexuellen Missbrauch einer behördlich Verwahrten und sexuellen Missbrauch unter Ausnutzung einer Amtsstellung vor.

Polizisten geben zu, dass...

Die Polizisten haben nach Angaben der Staatsanwaltschaft innerhalb der Ermittlungen eingeräumt, einvernehmlich Sex mit der Frau in der Wohnung gehabt zu haben. Sie sitzen seit Anfang Oktober in Untersuchungshaft.

In dem Fall wird auch wegen des Verdachts der Strafvereitelung und des Verrats von Dienstgeheimnissen ermittelt. Diese Ermittlungen führt allerdings die Staatsanwaltschaft Mühlhausen, um nicht den Verdacht einer „gewissen ermittlungstechnischen Nähe“ aufkommen zu lassen.

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Im Zusammenhang mit den Vorwürfen wegen Strafvereitelung gebe es inzwischen einen konkreten Tatverdacht gegen einen Kollegen der zwei Polizisten bei der Landespolizeiinspektion Gotha, sagte der Mühlhäuser Sprecher. Bezüglich der Dienstgeheimnisse bestehe dagegen noch kein konkreter Verdacht gegen eine Person. Es werde weiter gegen unbekannt ermittelt.

Das könnte den Polizisten drohen

Vergewaltigung im besonders schweren Fall kann mit 2 bis 15 Jahren Haft bestraft werden. Hatte der Täter eine Waffe dabei, fällt die Strafe nicht unter drei Jahren aus, hieß es bei der Staatsanwaltschaft.

Sexueller Missbrauch einer behördlich Verwahrten und sexueller Missbrauch unter Ausnutzung einer Amtsstellung könne zu einer Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren führen. (dpa ,aj)