Rot-Weiß Erfurt: Nach dem Aus des Traditionsvereins – Fans planen jetzt DAS zum Abschied

Die Fans des Traditionsvereins Rot-Weiß Erfurt nehmen Abschied von ihrem Klub. (Symbolbild)
Die Fans des Traditionsvereins Rot-Weiß Erfurt nehmen Abschied von ihrem Klub. (Symbolbild)
Foto: imago images / Karina Hessland

Erfurt. Daniel Wipprecht vom Fanklub „Steigerwald Inferno“ fehlen noch immer die Worte. Wie er die letzten Tage bis zum finalen Aus des Traditionsvereins Rot-Weiß Erfurt erlebt hat? „Nicht schön“, so seine knappe Antwort. „Immer mit einem mulmigen Gefühl.“

Seit dem Wochenende liefen Verhandlungen mit einem möglichen neuen Investor – erfolglos. Am Mittwochnachmittag musste der ehemalige DDR-Meister den Spielbetrieb in der Regionalliga Nordost einstellen.

„Der FC Rot-Weiß Erfurt ist ein Traditionsverein im Osten, verkörpert für seine zahlreichen und leidenschaftlichen Fans seit 54 Jahren Identifikation und Stolz. Das sollte nicht so zu Ende gehen“, beklagt Matthias Auth, Präsident von Energie Cottbus, das Aus von RWE. Cottbus wäre am Samstag der nächste Ligagegner von Rot-Weiß gewesen.

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Daniel Wipprecht und die Kollegen vom Fanklub „Steigerwald Inferno“ wollen sich ganz persönlich von ihrem Verein verabschieden.

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Vor dem Stadion wollen sie sich auf ein Trauerbier treffen. „Im kleinen Rahmen“ soll die Runde stattfinden, er rechnet mit einer kleinen Gruppe von fünf bis sechs Teilnehmern.

Der „Thüringer Allgemeinen“ gegenüber zeigte sich Wipprecht allerdings noch nicht komplett hoffnungslos. „Ich denke, RWE sollte auf die Jugend setzen, dann könnte es zügig in die vierte Liga zurückgehen“, meint er. „Es kommt nun darauf an, dass Leute im Klub ans Ruder kommen, die Ahnung vom Geschäft haben.“ Dabei muss er sich aber auch ehrlich eingestehen: „Da sehe ich momentan niemanden.“ (at, mit dpa)