Erfurt: Stadt will 70 Bäume fällen – doch dann passiert etwas Unerwartetes

Die Baumfällungen in Erfurt – ein hochbrisantes Thema. Jetzt könnte es sich jedoch ausdiskutiert haben!
Die Baumfällungen in Erfurt – ein hochbrisantes Thema. Jetzt könnte es sich jedoch ausdiskutiert haben!
Foto: Imago/Marius Schwarz/Jacob Schröter

Erfurt. In Erfurt schwelt schon seit Monaten ein regelrechter Krieg der Bäume. Kaum ein Thema erhitzt die Gemüter der Erfurter dermaßen, als das Baumfällen für die Buga 2021. Jetzt ist – per Gericht – eine Entscheidung gefallen. Und die wird den Ein oder Anderen überraschen!

Erfurt Petersberg: Stadt will 70 Bäume fällen – heftiger Protest

Die Stadt Erfurt hatte geplant, 70 Bäume auf dem Petersberg abzuholzen.

+++Erfurt: Buga 2021 - Der Kampf um Bäume eskaliert – „Ja, heul leise...“+++

Die Stadt hatte argumentiert, dass die in einem sogenannten Geschützten Landschaftsteil stehenden Bäume abgestorben oder so stark geschädigt seien, dass sie gefällt werden müssten. Ansonsten ginge von ihnen insbesondere aufgrund der zunehmenden Trockenheit eine Gefahr aus. In den Geschützten Landschaftsteilen darf in den Baumbestand jedoch nur dann eingegriffen werden, wenn die Stadt damit ihrer sogenannten Verkehrssicherungspflicht nachkommt.

Wie das Gericht feststellte, umfasst die Verkehrssicherung nur „diejenigen Maßnahmen, die ein umsichtiger und verständiger, in vernünftigen Grenzen vorsichtiger Mensch für notwendig und ausreichend halte, um andere vor Schaden zu bewahren.“

Waldbesucher wüssten, dass sie sich typischer Gefahren wie der Möglichkeit herabfallender Äste oder auch umstürzender Bäume aussetzten.

Stadt Erfurt kann nur nachweisen, dass...

Die Stadt habe lediglich für zwei Bäume nachgewiesen, dass es notwendig sei, sie zu fällen, teilte das Gericht am Mittwoch. Bei allen anderen Bäumen sei dies nicht gerechtfertigt.

Das Verwaltungsgericht Weimar hat der Stadt Erfurt jetzt eine Entscheidung getroffen!

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Es hat der Stadt die Fällung der rund 70 Bäumen am Petersberg untersagt!

Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts ist noch nicht rechtskräftig. Gegen den Beschluss können die Beteiligten innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung des Beschlusses Beschwerde beim Thüringer Oberverwaltungsgericht einlegen. (aj mit dpa)