Coronavirus Thüringen: Ramelow spricht zum Volk – „Größte Herausforderung in unserer jüngeren Geschichte!“

Bodo Ramelow (Die Linke), Ministerpräsident von Thüringen, hat sich in einer Fernsehansprache zur Coronavirus-Pandemie und den Folgen für Thüringen geäußert. (Archivbild)
Bodo Ramelow (Die Linke), Ministerpräsident von Thüringen, hat sich in einer Fernsehansprache zur Coronavirus-Pandemie und den Folgen für Thüringen geäußert. (Archivbild)
Foto: Martin Schutt/dpa

Erfurt. Ministerpräsident Bodo Ramelow appelliert an die Thüringer, sich in der Coronavirus-Krise an die Hygienevorschriften zu halten. „Wir stehen vor der größten Herausforderung unserer jüngeren Geschichte“, sagte er.

„Halten Sie bitte Abstand, auch wenn Sie das Bedürfnis nach Nähe haben“, so Ramelow am Donnerstagabend in einer Fernsehansprache. Der Linken-Politiker rief dazu auf, die Hygienevorschriften zu beachten. „Sie helfen im wahrsten Sinne des Wortes, Leben zu retten.“

Kampf gegen Coronavirus: Geduld, Solidarität und Vernunft

„Für die kommenden Wochen bitte ich Sie um Geduld, Solidarität und Vernunft. Die allermeisten von Ihnen beweisen das schon heute jeden Tag“, so Ramelow.

Fall-Anstieg auch in Thüringen erwartet

Er machte gleichzeitig klar, dass Experten des Robert Koch-Instituts davon ausgehen, dass auch in Thüringen mit einem deutlichen Anstieg von Infektionen zu rechnen sei – auch wenn der Freistaat im Vergleich zu anderen Ländern oder Ballungszentren bislang nicht so stark betroffen sei.

„Um das Infektionsrisiko auf ein Minimum zu reduzieren und eine Überlastung unseres Gesundheitssystems zu vermeiden, haben wir das öffentliche Leben in Thüringen auf das notwendige Minimum zurückgefahren“, sagte der 64-Jährige.

Verschärfte Regeln in Thüringen ab Freitag

Ab Freitag gelten in Thüringen verschärfte Regeln, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Dazu gehören unter anderem die Schließung von Bekleidungsläden und Restaurants und Beschränkungen bei Trauerfeiern und Hochzeiten. >> Alle aktuellen Infos zu Corona in Thüringen bekommst du hier!

Regierungschef Ramelow wies darauf hin, dass Thüringen die Zahl der Intensivbetten für Covid-19-Erkrankte mit schwerem Krankheitsverlauf von derzeit 650 auf etwa 1.400 verdoppeln will. „Sie können sicher sein: Sie sind im Falle einer Infektion in unseren Krankenhäusern in guten Händen“, sagte Ramelow.

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In schweren Krisen zeige sich der Charakter einer demokratischen Gesellschaft. Er sei überzeugt, dass „die guten Seiten unseres Gemeinwesens“ die Oberhand behielten. (dpa/ck)