Erfurt: Geschäfte trotz Corona-Krise geöffnet – jetzt fallen deutliche Worte

Während der Corona-Krise haben viele Geschäfte in Erfurt geschlossen. Aber es gibt Ausnahmen. (Symbolbild)
Während der Corona-Krise haben viele Geschäfte in Erfurt geschlossen. Aber es gibt Ausnahmen. (Symbolbild)
Foto: imago

Erfurt. Die Corona-Krise hat das öffentliche Leben in Erfurt und ganz Thüringen lahm gelegt. Läden haben geschlossen, Freizeitzentren bleiben zu – doch es gibt auch Ausnahmen. Nicht alle Geschäfte in Erfurt sind von den Maßnahmen betroffen. Doch das stößt auf Verwunderung. Und scharfe Kritik!

Erfurt: Geschäfte trotz Corona-Krise geöffnet – Kritik: „Alle oder keiner“

Das Land Thüringen hat am 26. März eine Verordnung über erforderliche Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus erlassen. Darin heißt es unter anderem: Geschäfte des Einzelhandels [...] sind für den Publikumsverkehr zu schließen.“ Darunter steht jedoch eine Liste mit Ausnahmen.

Lebensmittelgeschäfte beispielsweise oder Banken und Sanitätshäuser sind von den Maßnahmen nicht betroffen.

Diese Geschäfte dürfen weiterhin geöffnet bleiben:

  • 1. Lebensmittelhandel einschließlich Bäckereien und Fleischereien, Getränke-, Wochenund Supermärkte sowie Hofläden,
  • 2. Banken und Sparkassen,
  • 3. Drogerien,
  • 4. Sanitätshäuser,
  • 5. Optiker,
  • 6. Hörgeräteakustiker,
  • 7. Filialen der Deutschen Post AG und Paketstellen von Logistikunternehmen,
  • 8. Abhol- und Lieferdienste,
  • 9. Wäschereien und Reinigungen,
  • 10. Tankstellen und Kfz- und Fahrrad-Teileverkaufsstellen,
  • 11. Zeitungs- und Tabakwarengeschäfte,
  • 12. Tierbedarf, Bau- und Gartenmärkte, Gärtnereien und Floristikgeschäfte,
  • 13. der Fernabsatzhandel,
  • 14. der Großhandel

Erfurts Bürgermeister Andreas Bausewein kritisiert allerdings einen Punkt auf der Ausnahmeliste.

Demnach dürfen Blumengeschäfte weiterhin geöffnet haben. Das findet Bausewein „nicht logisch“, schließlich gehörten Blumen nicht zu den wesentlichen Waren des Alltags, sagte er gegenüber der Thüringer Allgemeinen Zeitung.

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Andere Stimmen aus der Stadtverwaltung werden da noch deutlicher: „Alle oder keiner – und in dieser Situation lieber keiner“, kritisiert CDU-Fraktion-Chef Michael Hose.

Am Ende habe die Stadt entschieden, der Position des Freistaats zu folgen und die Einschränkungen an landesweit geltende Regelungen anzupassen.

Mehr dazu liest du bei der Thüringer Allgemeinen. (fno)