Edeka in Erfurt: Preis für Maske sorgt für Unverständnis bei Kundin – „Wie dreist muss man sein?“

Foto: imago images / PicturePoint, Privat (Montage)

Erfurt. Seit mehreren Tagen gilt in Thüringen wegen des Coronavirus die Maskenpflicht. Das Problem: Bereits vor der Verordnung waren die Masken Mangelware, sind zum Teil seit Wochen in den Apotheken ausverkauft.

In einem Edeka in Erfurt werden Kunden jetzt aber tatsächlich fündig! Als ihr Blick auf das dazugehörige Preisschild fällt, werden sie allerdings ungehalten.

„Wie dreist muss man sein??“, ärgert sich eine Edeka-Kundin aus Erfurt. „Alle privaten Leute machen es in liebevoller Heimarbeit zu Hause und nehmen maximal fünf Euro oder was“, schreibt die Frau über ein Foto, das sie Anfang der Woche auf Facebook teilte. Sie war nicht die einzige, die der hohe Preis zum Kochen brachte.

Edeka Erfurt: Für Maske muss man tief in die Tasche greifen

Das Bild zeigt ein Regal im Edeka am Binderslebener Knie in Erfurt. Darauf liegen einige kunterbunte Behelfsmasken.

Die Supermarkt-Kette hat offenbar auf die hohe Nachfrage reagiert und kurzerhand ihr Sortiment erweitert. Eigentlich eine tolle Maßnahme, so vielen Menschen wie möglich den Kauf von Schutzmasken zu ermöglichen.

Doch bei diesem Preis, platzt der Kundin der Kragen!

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Edeka Erfurt in Kritik – der Supermarkt ist damit nicht alleine

„ZWANZIG EURO für EINE Maske???“, die Frau kann es kaum glauben.

Von obszöner Bereicherung ist in anderen Kommentaren die Rede, von sozialer Ungerechtigkeit und vor allem von einer Frechheit!

Die Aufregung ist nicht neu.

Masken-Handel in Deutschland: So rechtfertigen Unternehmen die Preise

So sind bereits viele Unternehmen, die ihre eigentliche Produktion während der Corona-Krise auf Gesichtsmasken umgestellt haben, für ihre vermeintlich überteuerten Preise in Kritik geraten.

Der Textilproduzent Trigema etwa bietet Masken für zwölf Euro das Stück an, und wurde im Netz dafür förmlich zerissen. Im Focus verteidigte sich der Trigema-Chef und findet auch im Internet Anklang.

Immerhin seien die Masken hochqualitativ, wiederverwendbar und auch noch in Deutschland hergestellt. Außerdem habe Trigema durch die Produktionsumstellung kein Werk schließen müssen. So habe der Unternehmer die drohende Kurzarbeit vermieden.

Auch die Rewe-Group sah sich gezwungen, sich für den Preis ihrer Schutzmasken zu erklären. In Österreich gingen die für einen Euro über den Tresen. >> Hier ausführlich.

Aldi, Lidl und Co. wollen Masken verkaufen

Auch weitere Unternehmen in Deutschland haben jüngst angekündigt, Behelfsmasken im Sortiment aufzunehmen. So planen Aldi, Lidl, selbst H&M den Vertrieb – wie da der Preis ausfallen wird, ist noch ungewiss.

Maske zu teuer? Kein Problem!

Die gute Nachricht: Keiner ist gezwungen, eine Gesichtsmaske im Supermarkt zu kaufen – in Thüringen darf man sich zur Not auch mit einem Schal oder Tuch behelfen. (aj)