Zoll Erfurt stoppt Mann auf A4 – hinter seiner Sonnenblende machen sie einen dicken Fund

Erfurt: Auf der A4 stoppen Zollbeamte einen Autofahrer. Bei der Überprüfung des Wagens macht der Mann einen dummen Fehler.
Erfurt: Auf der A4 stoppen Zollbeamte einen Autofahrer. Bei der Überprüfung des Wagens macht der Mann einen dummen Fehler.
Foto: imago images / Karina Hessland

Erfurt. Er hätte gegenüber dem Hauptzollamt Erfurt nur ehrlich sein müssen, dann hätte er sich einigen Ärger erspart.

Ein 38-jähriger Mann aus Polen war Anfang Februar über die A4 nach Frankfurt am Main unterwegs, als sein Auto auf dem Autobahnparkplatz „Willroder Forst“ von Beamten des Hauptzollamtes Erfurt überprüft wurde. Sie fragten den Fahrer, ob er verbotene Gegenstände oder Bargeld mit sich führe. Der 38-Jährige hielt sich bedeckt – ein unnötiger Fehler mit schwerwiegenden Folgen.

Erfurt: Mann hat 32.000 Euro im Auto – und erzählt dem Zoll nichts davon

Denn als der Fahrer aus Polen zugab, in Frankfurt einen Oldtimer abholen zu wollen, für den er bereits im Vorfeld eine Anzahlung in Höhe von 3.000 Euro abgegeben hatte, wurden die Zöllner hellhörig und untersuchten das Auto noch einmal etwas genauer. Mit Erfolg: Hinter der Sonnenblende entdeckten die Beamten insgesamt 32.000 Euro – gebündelt in 50-Euro-Scheinen.

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Da der Pole diese Menge Bargeld den Beamten verschwiegen hatte, wurde gegen ihn ein Bußgeldverfahren eingeleitet, das mittlerweile rechtskräftig ist. Die Strafe in Höhe von 8.403,50 Euro hat der 38-jährige mittlerweile beglichen. Unglücklich für den Fahrer – denn hätte er das mitgeführte Bargeld gegenüber dem Zoll einfach erwähnt und bewiesen, dass es für den Oldtimer-Kauf bestimmt war, hätten ihm keinerlei Konsequenzen gedroht.

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Grundsätzlich muss jeder Bargeldbetrag über 10.000 Euro, der von einem EU-Mitgliedsstaat nach Deutschland oder umgekehrt transportiert wird, bei eienr Zollkontrolle mündlich angegeben werden. Bei Zuwiderhandlungen kann im schlimmsten Fall ein Bußgeld von einer Million Euro anfallen. (at)