Erfurt: Polizisten sollen Frau im Dienst vergewaltigt haben – sagt ER jetzt aus?

Die beiden Angeklagten Polizisten mit ihren Rechtsanwälten beim Prozess im Landgericht Erfurt.
Die beiden Angeklagten Polizisten mit ihren Rechtsanwälten beim Prozess im Landgericht Erfurt.
Foto: Marcus Scheidel/ MAS BILDAGENTUR

Erfurt. Die Vorwürfe wiegen schwer: Zwei Polizisten sitzen im Landgericht Erfurt auf der Anklagebank, weil sie laut Staatsanwaltschaft gemeinsam im Dienst eine Frau vergewaltigt haben sollen.

Zum Prozessauftakt räumten der 23- und der 28-Jährige den Sex mit der Frau zwar ein. Dieser sei jedoch einvernehmlich geschehen, betonten die Männer. In der Anklage heißt es, dass sie gegen den eindeutigen Willen der Frau gehandelt haben sollen.

Prozess in Erfurt: Packt ein Kollege jetzt aus?

Nun soll die Verhandlung am Freitag ab 9.00 Uhr weitergehen. Unter anderem wird ein Kollege der beiden als Zeuge erwartet.

Nach dpa-Informationen soll einer der beiden die Tat auch mit dem Handy gefilmt und damit vor einem dritten Kollegen geprahlt haben, der währenddessen mit dem Begleiter der Frau im Dienstwagen saß. Die möglichen Aufnahmen konnten bislang aber noch nicht wiederhergestellt werden, da die SIM-Karte später entfernt und das Handy ins Wasser geworfen worden war.

____________

Mehr zum Fall:

Polizisten sollen Frau (32) vergewaltigt haben – Gewerkschaft: „Können es nicht fassen“

Polizisten sollen Frau vergewaltigt haben – jetzt kommen neue Details ans Licht

Polizisten bringen Frau nach Hause – ungeheuerlich, was dann passiert sein soll!

____________

Die Staatsanwaltschaft wirft den jungen Polizisten vor, im September 2019 eine Frau in deren Wohnung in Marlishausen (Ilm-Kreis) vergewaltigt zu haben. Sie seien mit ihr in die Wohnung gefahren, um ihre Identität festzustellen.

Ausweispapiere, die sie zuvor bei einer Verkehrskontrolle vorzeigte, seien gefälscht gewesen. Erschwerend kommt nach Auffassung der Staatsanwaltschaft hinzu, dass die Polizisten bei der Tat ihre Dienstwaffen dabei hatten. (dpa/mb)