Erfurt: Ladenbesitzer auf der Krämerbrücke geschockt – „Etwas seltsames Einkaufsverhalten“

In Erfurt bezahlten zwei Unbekannte auf eine seltsame Art und Weise.
In Erfurt bezahlten zwei Unbekannte auf eine seltsame Art und Weise.
Foto: imago images / pictureteam

Erfurt. Die Ladenbesitzer einer Münzhandlung in Erfurt sind geschockt. Statt mit Geld zu bezahlen, ließen zwei Unbekannte einen Stein zurück. Und nicht irgendeinen Stein. Die Kripo Erfurt ermittelt.

Auf Facebook postet das „Münzfachgeschäft Krämerbrücke Erfurt“ zwei Bilder. Darauf zu sehen: Ein zerschmettertes Schaufenster und ein riesiger Stein.

Erfurt: Ladenbesitzer zeigen Humor

Wer eins plus eins zusammenzählen kann, dem dürfte klar sein, was passiert ist. Die Polizei Erfurt hat zwei junge Männer unter Verdacht. Sie sollen den Stein einfach durchs Fenster geworfen und wertvolle Münzen sowie alte Uhren eingesackt haben.

Mehr als 1.000 Euro wechselten somit in der Altstadt von Erfurt kurzerhand illegal den Besitzer. Obwohl die Ladenbesitzer der Münzhandlung total schockiert sind, über diese unverschämte Art und Weise „zu bezahlen“, nehmen sie es mit Galgenhumor.

Auf Facebook machen die Besitzer eine amüsante Geschichte daraus: „Ein etwas seltsames Einkaufsverhalten haben in der Nacht zwei junge Männer auf Fahrrädern gezeigt. Völlig außerhalb unserer Öffnungszeiten, nachts zwischen 2 und 3 Uhr, haben sich die beiden mit Kapuzen-Shirts gekleideten gleich für die gesamte Auslage unseres Schaufensters auf der Krämerbrücke begeistern können.“

Die Kapuzen-Männer scheinen sehr stark zu sein: „Mit einem etwa 45 Zentimeter großen und sicher 30 Kilo schweren Stein haben sie uns eine Spiderman-App aufs Glas gezaubert.“

Erfurt: „Wenn sie uns schon Steine dalassen, dann wenigstens Edelsteine“

Die Ladenbesitzer aus Erfurt berichten, dass die Unbekannten vergessen hatten, zu bezahlen. Deswegen ermittelt die Kripo jetzt. Vor Ort nahmen sie alle Spuren auf. Wenn sie die Täter schnappen, müssen diese sich wegen besonders schweren Fall des Diebstahls verantworten.

In dem Post schreibt die Münzhandlung aus Erfurt weiter: „Gern sind wir für unsere Kunden tagsüber Ansprechpartner, da gibt es sogar eine kostenfreie Beratung. Die seltsame Auslegung ihrer Form der Corona-Hilfe für kleine Krämerläden teilen wir im Übrigen nicht, wir bevorzugen Kunden, die ihre Ware mit Geld oder EC-Karte bezahlen. Oder wenn sie uns schon Steine im Tausch dalassen, dann wenigstens Edelsteine.“

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Obwohl die Menschen aus Erfurt absolut kein Verständnis für so eine dreiste Tat haben, freuen sie sich, dass die Ladenbesitzer der Münzhandlung den Einbruch mit Humor nehmen.

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Hier einige Kommentare:

  • „Es wäre beinahe lustig (der Text), wenn es nicht so traurig wäre.“
  • „Unglaublich!!!“
  • „Wenigstens konnten diese skrupellosen ‚Zweibrecher‘ den geistreichen Humor nicht klauen, obwohl sie sicherlich mehr geistige, statt materielle Werte gebracht hätten. Hoffe, dass ich bald noch ein heiteres Ende dieser Geschichte lesen darf.“
  • „Schade, dass nur der Stein gewachsen ist, statt des Verstandes.“
  • „Frechheit.“

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Eins ist klar: Die Münzen werden die dreisten Diebe nicht einfach so zum Bezahlen an der Kasse nutzen. Denn meist sind nur alte Währungen im super Zustand heute ordentlich was wert und bei Sammlern beliebt. (ldi)