Erfurt: Bauarbeiter sanieren Dom – und entdecken Unglaubliches

Bei Sanierungsarbeiten am Dom in Erfurt haben Bauarbeiter eine unglaubliche Entdeckung gemacht.
Bei Sanierungsarbeiten am Dom in Erfurt haben Bauarbeiter eine unglaubliche Entdeckung gemacht.
Foto: imago images/Westend61

Erfurt. Er gilt als Aushängeschild der Stadt: Der Dom in Erfurt. Daher ist es wichtig, dass er stets im bestem Glanz erscheint. Arbeiter sind aktuell damit beschäftigt, vor allem mächtige Triangelportal wieder auf Vordermann zu bringen – und machten dabei ganz zufällig einen Sensationsfund.

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Erfurt: Bauarbeiter sanieren Dom und entdecken eine Sensation

Bauarbeiter sind schon länger dabei, das jahrhundertealte Eingangsportal des Doms zu sanieren. Dazu zählen auch die Skulpturen, die den Eingangsbereich zieren. Und als die Experten sich dort an die Arbeit machten, entdeckten sie Überraschendes.

Denn beim Säubern der Figuren legten Experten tatsächlich die historische Farbfassung unter einer Schmutzschicht frei.

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„Die Farben sind aus dem 14. Jahrhundert", erklärt Dombaumeister Gold. Mit solch einem Fund habe niemand gerechnet. Die Entdeckung sei quasi eine Sensation, so Gold.

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Wissenschaftlicher sollen nun die Farben untersuchen

Um die Farben richtig zum Vorschein zu bringen, haben Experten mit einem Speziallaser die Schmutzkruste entfernt. „Wir wollen diese nun konservieren und auch so zeigen", macht Gold deutlich.

Außerdem wolle man die Farben wissenschaftlich untersuchen, um herauszufinden, welche Farbpigmente wie aufgetragen worden sind.

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Das ist der Erfurter Dom:

  • Der Dom zeichnet sich durch seine 70-stufige Freitreppe, dem hochgotischem Chor, dem romanischen Turmbereich und der spätgotischen Westhalle aus
  • ist Nachfolger des 724 von Rom veranlassten Sakralbaus
  • war die Hauptkirche des 742 von Bischof Bonifatiurs gegründeten Bistums Erfurt
  • besonders Sehenswert im Innenraum: gotische Chorfenster, umfängliches Chorgestühl, romanische Skulpturen

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Eingangsbereich des Doms wird saniert

Seit Mittwoch arbeiten die Experten auch daran, restaurierte und ersetzte Teile des sogenannten Wimpergs am Westportal wieder anzubringen. Die teils mehrere Hundert Kilogramm schweren Sandsteinelemente werden mit einem Kran wieder angebracht.

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In zwei Wochen soll dann das Gerüst am Ostportal wieder aufgebaut werden, um die Arbeiten dort fortzusetzen. Skulpturen, die das Portal sonst zieren, werden aktuell noch in einer Werkstatt aufgearbeitet. Ende Juli sollten sie aber wieder an ihre bekannten Plätze zurück kehren.

Und noch etwas Historisches sorgt derzeit in Erfurt für Aufsehen – und für Diskussionen. Denn es gibt Ärger um den neuen Namen für das Nettelbeckufer. Mehr dazu liest du HIER. (abr mit dpa)