Erfurt: Polizisten sollen Frau vergewaltigt haben – DAS hat der Täter mit dem Beweismittel gemacht

Der Fall wird am Landgericht Erfurt verhandelt.
Der Fall wird am Landgericht Erfurt verhandelt.
Foto: imago images / Dirk Sattler

Erfurt. Es sind schwere Vorwürfe, die auf zwei Polizisten aus Erfurt lasten.

Sie stehen wegen dem Vorwurf der gemeinschaftlichen Vergewaltigung im besonders schweren Fall vor Gericht. Doch der Fall könnte bald ein Ende haben – zumindest, wenn es nach der zuständigen Kammer beim Landgericht Erfurt geht.

Erfurt: Polizisten stehen wegen Vergewaltigung vor Gericht

Die zuständige Kammer im Landgericht Erfurt hofft, dass beim Verhandlungstermin am Montag (9.00 Uhr) bereits Plädoyers gehalten werden können.

Allerdings kritisierte die Staatsanwaltschaft beim vorherigen Termin das Ansinnen. Dort forderte die Staatsanwaltschaft mehr Zeit, um möglich wichtige Beweise noch in den Prozess einbringen zu können.

Beweismaterial noch nicht ausgewertet

Experten versuchen immer noch, ein stark zerstörtes Handy-Video auszuwerten, das einer der Angeklagten von dem Geschlechtsverkehr machte.

Doch dessen Auswertung ist nun in weite Ferne gerückt: Wegen technischer Probleme sei eine zeitnahe Auswertung in diesem Jahr nicht mehr möglich, hieß es am Montag beim Landgericht Erfurt

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Die Staatsanwaltschaft wirft den heute 23 und 28 Jahre alten inzwischen suspendierten Polizisten vor, die Frau im September vergangenen Jahres bei einem Diensteinsatz in ihrer Wohnung in Marlishausen (Ilm-Kreis) vergewaltigt zu haben.

Der ältere Angeklagte gab im Prozessverlauf zudem an, dass er den Geschlechtsverkehr mit seinem Smartphone gefilmt habe. Das Gerät habe er aber später ins Wasser geworfen.

Erfurt: Aus diesem Grund ist die Datensicherung im Vergewaltigungsprozess schwierig

Das Handy konnte zwar geborgen werden, doch es wurde so stark beschädigt, dass es nun den Experten nach sehr schwierig ist, die Daten zu sichern und auszuwerten.

Laut Sitzungsliste soll der Prozess am 13. Juli weitergehen. (dpa)