Bahnhof Erfurt: Projekt „Deutschlandtakt“ – SO soll die Landeshauptstadt davon profitieren

Der Bahnhof in Erfurt wird Teil des Projekts „Deutschlandtakt“. Wie die Landeshauptstadt davon profitiert, verraten wir dir hier.
Der Bahnhof in Erfurt wird Teil des Projekts „Deutschlandtakt“. Wie die Landeshauptstadt davon profitiert, verraten wir dir hier.
Foto: imago images/Jacob Schröter

Erfurt. Der sogenannte „Deutschlandtakt“ kommt und Erfurt ist eine der Städte, die besonders davon profitieren.

Erfurt, die Landeshauptstadt in Thüringen, soll der zentrale Knotenpunkt für Ostdeutschland werden. Das hat Verkehrsminister Andreas Scheuer am Dienstag bekanntgegeben, als er den Schienenpakt für Deutschland vorgestellt hat. Darin enthalten ist der „Deutschlandtakt“.

Doch was genau bedeutet das jetzt für den Bahnhof Erfurt?

Bahnhof Erfurt soll Knotenpunkt für Ostdeutschland werden

Für den „Deutschlandtakt“ sollen bis 2030 einzelne Fernverkehrsangebote besser verknüpft, Linien durch verbesserten Streckenausbau optimal vernetzt und mehr Züge durch Deutschland rollen.

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Alle 30 Minuten soll Zug fahren

In Erfurt ist geplant, dass zu jeder halben und vollen Stunde ICEs nach Berlin, Frankfurt und München abfahren. Der Plan hinter dem „Deutschlandtakt“: Doppelt so viele Fahrgäste sollen bis 2030 mit der Bahn fahren. Zudem sollen rund 25 Prozent des gesamten Güterverkehrs auf der Schiene abgewickelt werden.

Den Anfang für den neuen Takt soll ab Dezember die Strecke zwischen Hamburg und Berlin machen. Das Reisen mit der Bahn soll so deutlich schneller und flexibler werden.

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Das sind die Ziele des Schienenpaktes der Bundesregierung

  • Deutschlandtakt
  • Mehr Kapazität durch Strecken- Korridor- und Knotenausbau sowie Digitalisierung
  • Mehr Wettbewerb
  • Mehr Lärm- und Klimaschutz
  • Mehr innovative Fahrzeuge und Technologien, mehr Forschung
  • Mehr hochmotivierte und qualifizierte Fachkräfte durch gute Arbeitsbedingungen
  • Mehr Güter auf der Schiene

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Private Eisenbahnanbieter kritisieren Vorpreschen

Allerdings gibt es bereits Kritiker an der Ankündigung. Denn die Konkurrenten der Deutschen Bahn, mit der eigentlich im „Deutschlandtakt“ an einem Strang gezogen werden soll, fühlen sich von Andreas Scheuer zurückgedrängt.

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Sie argumentieren, dass noch nicht einmal festgelegt sei, welches Unternehmen im nächsten Jahr welche Strecke bedienen werde. Aber dass die Deutsche Bahn ab Dezember Hamburg - Berlin bediene, sei nun einfach festegelegt worden, berichtet die Welt. (fb)