Erfurt: Teenager (18) würgt Mitschüler bis fast zum Ersticken – Prozess platzt aus diesem Grund

Der Prozess vor dem Landgericht Erfurt gegen einen 18-Jährigen, der einen Mitschüler im Unterricht schwer gewürgt haben soll, ist vorerst ausgesetzt.
Der Prozess vor dem Landgericht Erfurt gegen einen 18-Jährigen, der einen Mitschüler im Unterricht schwer gewürgt haben soll, ist vorerst ausgesetzt.
Foto: imago images / Dirk Sattler

Erfurt. Der Prozess gegen einen 18-Jährigen, der einen Mitschüler im Unterricht so schwer gewürgt haben soll, dass dieser hätte sterben können, ist vorerst ausgesetzt. Das teilte der Pressesprecher des Landgerichts Erfurt am Donnerstag mit.

Ein Termin für den Neustart in Erfurt stehe noch nicht fest.

Erfurt: Darum platzte der Prozess vorerst

Hintergrund sei, dass eine neue Begutachtung des Angeklagten erfolgen werde. Dabei gehe es auch um die Frage, ob der 18-Jährige möglicherweise in einer psychiatrischen Klinik untergebracht werden sollte.

Im nun ausgesetzten Prozess waren die psychischen Probleme des junge Mannes bereits thematisiert worden. Dieser hatte selbst erklärt, dass es ihm in der Vergangenheit schwer gefallen sei, seine Wut zu kontrollieren und dass er verschriebene Medikamente abgesetzt habe.

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Das Verfahren hatte begonnen, weil die Staatsanwaltschaft dem Angeklagten versuchten Totschlag vorgeworfen hatte. Der 18-Jährige soll im Oktober vergangenen Jahres einem Mitschüler im Unterricht über mehrere Sekunden die Sauerstoffzufuhr so abgewürgt haben, dass dieser in Lebensgefahr geraten sei. (dpa)