Erfurt: Thüringer Forscher vor Impfstoff-Durchbruch bei Corona?

In Erfurt wird an einem Impfstoff gegen das Coronavirus geforscht. (Symbolbild)
In Erfurt wird an einem Impfstoff gegen das Coronavirus geforscht. (Symbolbild)
Foto: imago images / ZUMA Wire

Erfurt. Gibt es in Erfurt womöglich einen Durchbruch bei der Suche nach einem Impfstoff gegen die Covid-19-Infektion?

Das Unternehmen Socratec in Erfurt testet gerade ein Mittel, das ursprünglich als Tuberkulose-Impfstoff entwickelt wurde, berichtet die „Thüringer Allgemeine“. Anhand der Tests will der Pharmaziekonzern herausfinden, ob das Mittel auch gegen das Coronavirus eingesetzt werden kann. Thüringer Forscher arbeiten bei der Entwicklung eines möglichen Impfstoffes also an vorderster Reihe.

Erfurt: Forscher testen Impfstoff gegen besonders schweren Verlauf

Zunächst wird das Mittel bei älteren Menschen sowie Mitarbeitern von Krankenhäusern und Arztpraxen getestet. Die Hoffnung der Forscher in Erfurt: Ein besonders schwerer Verlauf bei einer Infektion mit Covid-19 könnte mit dem Impfstoff unter Umständen abgemildert werden.

Die Forscher in Erfurt sind nicht die ersten, die einen Tuberkulose-Impfstoff in Bezug auf dessen Wirkung gegen Covid-19 testen. Am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin stellten Experten schon Ende März das Mittel VPM1002 vor, das eigentlich gegen Tuberkulose eingesetzt wird.

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Diese Corona-Lockerungen gibt es seit dem 16. Juli:

  • Krankenhäuser und Pflegeheime: Zwei Besuche pro Patient oder Bewohner täglich möglich (maximal zwei Stunden)
  • Gaststätten müssen ab Donnerstag keine Daten der Gäste mehr in den Außenbereichen einsammeln
  • Kindergarten- oder Schulkinder mit laufender Nase oder leichten Halsschmerzen müssen nicht mehr sofort nach Hause geschickt werden
  • Geschäfte und Kultureinrichtungen müssen Menschen mit Erkältungssymptomen den Zutritt nicht mehr verweigern
  • Sportveranstaltungen mit bis zu 200 Zuschauern sind ab Donnerstag wieder möglich. Voraussetzung ist aber ein Infektionsschutzkonzept, das vom jeweiligen Gesundheitsamt genehmigt werden muss. Das Konzept soll vor allem kontrollierbare Zu- und Ausgänge vorsehen und Maßnahmen zur Einhaltung eines Mindestabstandes enthalten
  • Angebote der Jugendarbeit, Jugendverbandsarbeit, der Jugendsozialarbeit und der ambulanten Erziehungshilfe sollen wieder möglich sein, wenn Infektionsschutzkonzepte vorliegen

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Kein vollumfänglicher Impfschutz

Was die Forscher klarstellen: Das Mittel wäre kein komplett vorsorglicher Impfschutz gegen Covid-19. Es wäre lediglich ein Hilfsmittel, das bei Menschen der Risikogruppen das Immunsysten stärken könnte, damit bei diesen Menschen die Krankheitsverläufe abgemildert werden, heißt es in dem Bericht der „“.

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Während diese Nachricht hoffnungsvoll stimmt, sorgt eine Nachricht aus Gotha für Kopfschütteln. Dort sind gefälschte Atteste einer Arztpraxis im Umlauf. Diese sollen den jeweiligen Menschen bescheinigen, dass sie keinen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen. (dhe)