Erfurt: Café-Betreiber stellt Lampe und Blumenkübel auf – und bereut es bitter

Weil er diese Lampe außerhalb seines Grundstücks aufstellte, muss der Betreiber des Café Füchsen in Erfurt jetzt eine saftige Strafe zahlen.
Weil er diese Lampe außerhalb seines Grundstücks aufstellte, muss der Betreiber des Café Füchsen in Erfurt jetzt eine saftige Strafe zahlen.
Foto: Café Füchsen

Erfurt. Das hatte sich ein Café-Betreiber aus Erfurt eigentlich ganz anders gedacht.

Weil er eine Lampe und einen Blumenkübel aufgestellt hatte, kam jetzt eine Rechnung von der Stadt Erfurt ins Haus geflattert – und die hat es in sich!

Erfurt: Wirt bekommt Hammer-Rechnung – wegen Lampen

Thomas Schindler (47) vom „Café Füchsen“ versteht die Welt nicht mehr! Er soll eine Hammer-Rechnung von 633,50 Euro Strafe zahlen – wegen zwei Lampen und einem Blumenkübel.

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Was war passiert? Für das Musikfestival „Fête de la Musique“ hatte der Café-Betreiber zwei Lampen und einen Blumenkübel vor das Café in der Hütergasse gestellt – ein Stück weit außerhalb des Grundstücks, weil das Café ein etwas versteckt liegt.

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Das ist „Fête de la Musique“:

  • französisch für „ Fest der Musik“
  • Veranstaltung, bei der Amateur- und Berufsmusiker im öffentlichen Raum honorarfrei auftreten
  • der Eintritt ist in der Regel frei
  • findet jedes Jahr am 21. Juni, dem kalendarischen Sommeranfang, statt
  • mehr als 540 Städten weltweit, davon über 300 Städte in Europa machen mit

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Das sei auch alles so abgesprochen gewesen, schreibt Schindler in einem langen Post bei Facebook. „Wir hatten im Vorfeld die Zusage vom Organisator, dass wir den öffentlichen Raum während der Fete großzügig nutzen dürfen.“

Doch dann kam der große Knall.

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Café-Betreiber: „völlig unverhältnismäßig“

Die Stadt Erfurt werfe dem Café-Betreiber „Nutzung öffentlicher Straßen über den Gemeingebrauch hinaus“ vor und schickte eine Rechnung von 633,50 Euro.

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Das findet Schindler „völlig unverhältnismäßig“. Unter solchen Umständen würde er sich in Zukunft zweimal überlegen, überhaupt noch Veranstaltungen auszurichten. Die Stadt Erfurt hat sich auf Nachfrage von Thüringen24 bis jetzt nicht zu dem Fall geäußert. (fno)