Erfurt: Massenschlägerei im Hirschgarten – Polizei greift durch

Vor der Staatskanzlei in Erfurt war im Juli eine Massenschlägerei mit 30 Beteiligten ausgebrochen. Der Staatsschutz ermittelt!
Vor der Staatskanzlei in Erfurt war im Juli eine Massenschlägerei mit 30 Beteiligten ausgebrochen. Der Staatsschutz ermittelt!
Foto: imago images / imagebroker

Erfurt. Bei einer Schlägerei vor der Staatskanzlei in Erfurt im Juli sind fünf Menschen verletzt worden, eine davon schwer.

Mitten in der Nacht war am Hirschgarten in Erfurt eine Gruppe von rund 15 Jugendlichen von einer anderen – ebenfalls etwa 15-köpfigen – Gruppe angegriffen worden.

Später gab es Hinweise, dass die Angreifer aus der rechtsextremen Szene kommen. Jetzt ergreift die Polizei drastische Maßnahmen.

Erfurt: Nach Massenschlägerei – Polizei durchsucht Wohnung von Beschuldigten

Die Staatsanwaltschaft Erfurt ermittelt in dem „besonders schweren Fall“ vom 18. Juli wegen Landfriedensbruch, Gefährlicher Körperverletzung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte.

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Am Mittwoch sollen deshalb die Wohnungen von neun Beschuldigten durchsucht werden, teilt das Landeskriminalamt mit.

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Staatsschutz ermittelt gegen 12 Verdächtige

Die Durchsuchungen im Stadtgebiet Erfurt und im Saale-Holzland-Kreis werden durch das Landeskriminalamt Thüringen (Abteilung Staatsschutz) gemeinsam mit der Kriminalpolizeiinspektion Erfurt und der Bereitschaftspolizei Thüringen durchgeführt.

Laut LKA Thüringen wurden bereits umfangreiche Beweismittel sichergestellt, die einer weiteren Auswertung bedürfen. „Bislang gibt es keine Festnahmen und keine Haftbefehle“, sagte eine Sprecherin des Landeskriminalamtes am Mittwoch.

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Das Ermittlungsverfahren werde gegenwärtig gegen zwölf männliche Beschuldigte geführt. Nach früheren Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden haben einige der Angreifer einen rechtsextremen Hintergrund. (fno)