Erfurt: Erschreckende Zahlen veröffentlicht! Kriminalitätshotspot liegt mitten in der City

Erfurt: Polizisten kontrollieren eine Person am Anger.
Erfurt: Polizisten kontrollieren eine Person am Anger.
Foto: dpa

Erfurt. Der Anger in Erfurt ist DER Kriminalitätshotspot in Thüringen!

Von den als dauerhaft gefährliche Orte eingestuften Straßenzügen sind im vergangenen Jahr dort mit Abstand die meisten Straftaten erfasst worden. Das geht aus Daten der Landespolizeiinspektion Erfurt hervor. Im vergangenen Jahr lagen alle drei als gefährliche Orte klassifizierten Orte in der Landeshauptstadt.

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Das ist ein „gefährlicher Ort“:

Jeder in diesem Gebiet kann durchsucht werden

Polizisten können damit ohne weitere Voraussetzungen:

  • Personen kurzfristig anhalten,
  • sie befragen,
  • ihre Identität feststellen und
  • mitgeführte Sachen in Augenschein nehmen.

Ziel: Vorbeugung von schweren Straftaten

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Anger Erfurt führt die Statistik mit weitem Abstand an

Wie eine Polizei-Sprecherin auf Anfrage der dpa mitteilte, wurden am Anger im Jahr 2019 doppelt so viele Straftaten erfasst wie in der am zweitstärksten mit Kriminalität belasteten Straße in Erfurt.

Demnach nehme die Einkaufsmeile bei den Diebstahl- und Körperverletzungsdelikten in der Stadt eine deutliche Spitzenposition ein. Die mit Abstand meisten Drogendelikte wurden dagegen am Willy-Brandt-Platz direkt vor dem Erfurter Hauptbahnhof registriert. Delikte im Hauptbahnhof selbst sind in diesen Zahlen berücksichtigt.

Jeder 20te Straftat in Erfurt passiert am Anger

Insgesamt wurden am Anger im vergangenen Jahr 1111 Straftaten aufgenommen, wie aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine kleine Anfrage des Linke-Landtagsabgeordneten Steffen Dittes hervorgeht. Dies entspricht demnach einem Anteil von 5,37 Prozent aller erfassten Straftaten in Erfurt. (dpa)