Thüringen: Thomas Kemmerich teilt jetzt gegen SIE aus: „Haben mir eine Banane hingeworfen,...“

In einem Interview teilt Thomas Kemmerich nun auch gegen die AfD aus. (Archivbild)
In einem Interview teilt Thomas Kemmerich nun auch gegen die AfD aus. (Archivbild)
Foto: imago images/Jacob Schröter

Thomas Kemmerich will weiterhin Chef der FDP in Thüringen bleiben. Im Sommerinterview mit dem MDR Thüringen hat er angekündigt: „Ich werde im November für das Amt des Landesvorsitzenden der Freien Demokratien hier in Thüringen kandidieren.“

Damit widersetzt sich der ehemalige kurzzeit-Ministerpräsident auch dem Ratschlag des FDP-Parteichefs Christian Lindner. Doch damit nicht genug. Auch in Richtung AfD findet Kemmerich im Sommerinterview deutliche Worte.

Thüringen: Thomas Kemmerich will Chef der FDP Thüringen bleiben

Thomas Kemmerich hat Christian Lindner bereits gesagt, dass er erneut als Chef der FDP in Thüringen kandidieren will. Offen ließ der 55-Jährige, ob er auch erneut als Spitzenkandidat zur anstehenden Landtagswahl nächstes Jahr antreten will.

Lindner hatte seinem Thüringer Parteikollegen zuvor empfohlen, nicht erneut als Spitzenkandidat anzutreten - auch aus Rücksicht auf seine Familie und „mit Blick auf das Ansehen der FDP insgesamt“, wie Lindner Ende Juli im Sommerinterview der ZDF-Sendung „Berlin direkt“ sagte. „Es geht ja gar nicht mehr um die Person Kemmerich, sondern er ist zu einem Symbol geworden. Und da macht es Sinn, sich aus dem Spiel zu nehmen“, hatte Lindner gesagt.

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Das ist Thomas Kemmerich:

  • FDP-Politiker
  • war vom 5. Februar bis zum 4. März der sechste Ministerpräsident in Thüringen
  • Seine Wahl zum Ministerpräsidenten mit Stimmen von CDU, FDP und AfD war Auslöser für Regierungskrise

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Thomas Kemmerich blickt auf Regierungskrise zurück

Kemmerich war am 5. Februar mit Stimmen von AfD, CDU und FDP zum Ministerpräsidenten gewählt worden. Er nahm die Wahl an und löste damit eine Welle der Empörung aus. Bereits nach einem Tag im Amt kündigte er seinen Rücktritt an, der drei Tage nach seiner Wahl vollzogen wurde. Allerdings blieb er noch über Wochen geschäftsführend im Amt bis zur Wahl Bodo Ramelows zum Ministerpräsidenten.

Im MDR-Sommerinterview sagte Kemmerich, dass er viel Zuspruch von den Thüringern erfahre. „Durch meine Kandidatur als Landesvorsitzender bin ich bereit und werde Verantwortung für die FDP Thüringen übernehmen“, sagte Kemmerich.

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Thomas Kemmerich schießt gegen AfD

Der Liberale versuchte in dem Gespräch auch sein Agieren, das zu einer Regierungskrise in Thüringen führte, zu erklären. Die AfD habe unfair gespielt, sagte Kemmerich. „Sie haben mir eine Banane hingeworfen, ich bin darauf ausgerutscht.“ Die Wahl Kemmerichs zum Regierungschef kam dadurch zustande, dass die AfD-Fraktion im Landtag nicht den eigenen Kandidaten wählte, sondern vermutlich geschlossen für Thomas Kemmerich stimmte. (dpa)