Erfurt: Stadt macht bekannten Nazi-Treff dicht – „Psychoterror für die Anwohner“

Erfurt: Ein Treffpunkt für Neonazis in der Stadt hat nun einen neuen Eigentümer gefunden. (Symbolbild)
Erfurt: Ein Treffpunkt für Neonazis in der Stadt hat nun einen neuen Eigentümer gefunden. (Symbolbild)
Foto: imago images / Karina Hessland; Screenshot Google Maps (Montage: THÜRINGEN24)

Erfurt. Ein „deutliches Signal gegen Rechtsextremismus“ in Erfurt – so nennt Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) die Übernahme der „Kammwegklause“.

Das Gebäude am Herrenberg in Erfurt diente Neonazis jahrelang offen als Treffpunkt, sie veranstalteten dort unter anderem Konzerte mit rechtsextremen Bands. Doch jetzt hat das Gebäude einen neuen Mieter gefunden.

Erfurt: Neonazi-Treffpunkt hat neuen Besitzer

Die TAG Immobilien AG hat die „Kammwegklause“ nun für zehn Jahre vom privaten Eigentümer gemietet. Das Unternehmen, das bereits mehr als 900 Wohnungen am Herrenberg in Erfurt besitzt, will die Immobilie bis Ende 2020 umfassend sanieren. Dazu gehört auch die Erneuerung der Elektroinstallationen in dem 500 Quadratmeter umfassenden Gebäude. Die Kosten: rund 250.000 Euro.

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Anschließend sollen die die Räume an die Stadt untervermietet werden und Streetworkern als Arbeitsplatz dienen. Am Montag fand die symbolische Schlüsselübergabe durch Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) statt.

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Innenminister Maier freut sich über die zukünftigen sozialen Projekte in der „Kammwegklause“. Den ehemaligen Nazi-Treffpunkt bezeichnet er als „Psychoterror für die Anwohner“, der nun ein Ende habe, berichtet der „MDR“. (at)