Erfurt: Stadt wird wegen DIESER Werbung kritisiert – doch eigentlich steckt etwas ganz anderes dahinter

Wegen fragwürdiger Postkarten hat die Stadt Kritik einstecken müssen. Dcoh DAS steckt eigentlich dahinter!
Wegen fragwürdiger Postkarten hat die Stadt Kritik einstecken müssen. Dcoh DAS steckt eigentlich dahinter!
Foto: imago images / Karina Hessland

Erfurt. Diese Postkarten aus Erfurt haben einige empörte Reaktionen ausgelöst!

Die Stadt Erfurt hat Postkarten entworfen mit einem Kaktus darauf und den Slogans „Ich bin spitz“ und „Beim ersten Mal tut's noch weh“ ins Bild gehalten. Was steckt hinter dieser Werbeaktion?

Erfurt: Stadt wegen mutmaßlicher Bundesgartenschau-Werbung in der Kritik

Für die Initiative „Mehrwertstadt Erfurt“ ist die Angelegenheit klar. Sie vermuten hinter der anstößigen Inszenierung mit pflanzlichen Hilfsmitteln eine Werbekampagne für die Bundesgartenschau 2021, die in Erfurt stattfinden soll. Und verfassen einen empörten Post bei Facebook, auf dem eine aufblasbare Sexpuppe zu sehen ist.

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„Sex sells! Das finden wir auch“, schreibt die Initiative dazu. „Was aber, wenn Leute mit diesen Botschaften zur Buga21 angelockt werden, die dann nicht das schnelle Glück finden?“ Ironisch werden „spezielle Buga-Kinokabinen“ für „lustwandelnde Buga-Besucher“ vorgeschlagen.

Thüringen24 hat bei der Stadt Erfurt nachgefragt – und offenbar lag „Mehrwertstadt Erfurt“ mit ihrer Bundesgartenschau-Vermutung völlig falsch.

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Bei der Werbung geht es gar nicht um die Buga

„Es handelt sich um keine Werbekampagne für die Buga, sondern um eine einmalige Aktion in Verbindung mit dem Aufstellen eines Sitzbeetes“, teilte die Stadt Erfurt mit. Dieses Beet wurde vom Erfurter Traditionsunternehmen „Kakteen Haage“ bepflanzt. Die sexy Werbeaktion soll „Passanten auf die stachelige Bepflanzung und die damit verbundene Verletzungsgefahr“ hinweisen – und „Aufmerksamkeit für die Pflanzaktion generieren, mit der das Garten- und Friedhofsamt mehr Grün in die Stadt bringt“.

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Auf die Kritik reagiert die Stadt Erfurt enttäuscht. Zwar gesteht sie, dass man durchaus reflektieren müsse, wenn die Intention hinter derartigen Aktionen bei den Bürgerinnen und Bürgern nicht oder verfälscht ankommt. „Bedauerlich finden wir jedoch, dass die Karten aus ihrem ursprünglichen Kontext gerissen wurden und nun mit viel Fantasie überspitzt dargestellt werden.“ (at)