Erfurt: Ministerpräsident fordert mehr Hilfe für Flüchtlinge aus Moria – „Reicht nicht, wenige Hundert zu holen“

Das brennende Flüchtlingslager von Moria.
Das brennende Flüchtlingslager von Moria.
Foto: imago images/ANE Edition

Erfurt. In Erfurt hat Thüringens Migrationsminister Dirk Adams (Grüne) hat in der Debatte um die Aufnahme weiterer Migranten aus dem abgebrannten griechischen Lager Moria ein Treffen der Landesminister gefordert.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) müsse schnell die Länder zusammenbringen, um eine geordnete Hilfe zu organisieren, verlangte Adams am Montag in Erfurt. „Deutschland kann und muss helfen. Dabei reicht es nicht, wenige Hundert Menschen zu holen.“

Erfurt: Thüringens Ministerpräsident fordert mehr Hilfe für Flüchtlinge

Deutschland müsse sich entsprechend seiner tatsächlichen Leistungsfähigkeit beteiligen, erklärte Adams. Eine langwierige Diskussion um Zahlen verzögere die Hilfe ebenso wie das Warten auf eine europäische Lösung.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte gesagt, eine weitere Aufnahme von Migranten solle bis zur Kabinettssitzung am Mittwoch entschieden werden. Die SPD forderte am Montag eine Verständigung in der Koalition auf die Aufnahme von weiteren Migranten aus dem abgebrannten griechischen Lager Moria innerhalb von 48 Stunden.

300 von 12.000 Flüchtlinge sind in Ersatzlager untergebracht

Auf der Insel Lesbos waren am Wochenende 300 der 12.000 Migranten in ein neu errichtetes Ersatz-Zeltlager eingezogen. Das heillos überfüllte Lager Moria war in der vergangenen Woche zerstört worden - nach Angaben der Behörden durch Brandstiftung. (dpa/fb)