Erfurt: Gera außergewöhnlich trüb – Stadt liefert die simple Erklärung

Von der Lehmannsbrücke in Erfurt kann man sonst bis auf den Grund der Gera schauen, doch aktuell zeigt sich der Fluss aufgewühlt.
Von der Lehmannsbrücke in Erfurt kann man sonst bis auf den Grund der Gera schauen, doch aktuell zeigt sich der Fluss aufgewühlt.
Foto: Thüringen24

Erfurt. Einige Erfurter werden sich vermutlich schon gewundert haben: Warum ist die Gera aktuell so grau und schlammig? Der Grund des Flusses ist an einigen Stellen nicht mehr zu erkennen.

Ist womöglichen Niederschlag an dem aufgewühlten Zustand schuld? Mitnichten, wie die Stadt Erfurt auf Nachfrage von Thüringen24 erklärt.

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Das ist die Gera:

  • 85 Kilometer lang
  • entsteht in Plaue durch den Zusammenfluss von Wilder Gera und Zahmer Gera
  • mündet in die Unstrut bei Gebesee

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Erfurt: Gera auffällig trüb – Stadt liefert die Antwort

Dafür, dass das Wasser der Gera trüb ist, gibt es zwei Gründe.

In einem ersten Schritt wird die Gewässersohle, also der Bereich das Wasser nach unten und an den Seiten begrenzt, „entkrautet“. Heißt: Allerlei Pflanzen werden entfernt, damit das Gewässer ungehindert fließen kann. „Im zweiten Schritt erfolgt dann mit Technikeinsatz die Flussfege – das sogenannte Aufwirbeln der abgelagerten Sedimente“, erklärt die Stadt.

Im sogenannten Gewässerbett laden sich schnell Sedimente auf. „In der Innenstadt in Erfurt wird dieser Zustand noch durch die zahlreichen Wehre und Sohlabstürze sowie die Profilaufweitungen bzw. -einengungen verstärkt.“

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Arbeiten dauern noch eine Woche an

Die Stadt erklärt weiter: „Um die damit verbundene nachteilige Wirkung auf tieferliegende Flächen und einmündende Entwässerungssysteme sowie mögliche Schäden an Gewässern zu verhindern, ist die Räumung des Abflussprofils in regelmäßigen Abständen unumgänglich.“

Ab Montag haben sich die Arbeiter den Bereich unterhalb der „Neuen Mühle“ im Gewässer Breitstrom vorgeknöpft. Der Abschnitt bis zur Krämerbrücke dauert circa 2 Tage, dann geht es weiter in Richtung Kronenburgwehr. In einer Woche sollte die Flussfege dann abgeschlossen sein. (mb/fno)