Erfurt und Weimar bleiben auf Müll sitzen – Tonnen werden nicht geleert

Für die kommenden Tage bleibt der Müll in Erfurt und Weimar liegen. (Archivbild)
Für die kommenden Tage bleibt der Müll in Erfurt und Weimar liegen. (Archivbild)
Foto: imago images / Steve Bauerschmidt

Erfurt/Weimar.  In mehreren Städten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen müssen die Bewohner damit rechnen, dass ihre Mülltonnen in den nächsten Tagen nicht geleert werden.

Die Gewerkschaft Verdi ruft von Donnerstagmorgen an Hunderte Beschäftigte in Chemnitz, Magdeburg, Erfurt und Weimar auf, zwei Tage lang die Arbeit niederzulegen. Ziel sei es, dass kein Müllauto rausfahre und die Wertstoffhöfe geschlossen blieben, sagte Verdi-Sprecher Andreas Schubert, der die Warnstreiks in Chemnitz organisiert.

In Erfurt treffen sich die Streikenden am Morgen (ab 07.00 Uhr), um mit einem Autokorso durch die Stadt auf ihre Forderungen aufmerksam zu machen.

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Städte in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt bleiben bis Montag auf Müll sitzen

Da am Samstag ein Feiertag sei, werde der Müll auch nach den beiden Warnstreiktagen nicht abgeholt, sagte Verdi-Sprecherin Dagmar Huhn, die die Aktion in Magdeburg koordiniert.

Die Stadt Magdeburg kündigte an, dass die Wertstoffhöfe wegen der Arbeitsniederlegungen voraussichtlich geschlossen bleiben und die Tonnen für Restmüll, Biomüll und Papier ebenso stehen bleiben könnten wie große Container und Sperrmüll.

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Verdi fordert 150 Euro mehr pro Monat für Arbeiter

Mit den Warnstreiks will Verdi den Druck auf die Arbeitgeber in den laufenden Verhandlungen für Beschäftigte im Öffentlichen Dienst bei den Kommunen und im Bund erhöhen. Die Gewerkschaft und der Beamtenbund dbb fordern für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten ein Plus von 4,8 Prozent für ein Jahr.

Löhne und Gehälter sollen dabei mindestens um 150 Euro pro Monat steigen, Azubis sollen 100 Euro mehr bekommen. Zwei Gesprächsrunden brachten kein Ergebnis. Am 22. und 23. Oktober soll weiter verhandelt werden.