Sparkasse Thüringen: Darum könntest du heute vor verschlossenen Türen stehen

In Thüringen kann es sein, dass du bei der Sparkasse am Montag vor verschlossenen Türen stehst. (Symbolbild)
In Thüringen kann es sein, dass du bei der Sparkasse am Montag vor verschlossenen Türen stehst. (Symbolbild)
Foto: imago images/Dirk Sattler

Wenn du heute in eine Sparkasse in Thüringen willst, könnte es sein, dass du vor verschlossenen Türen stehst.

Denn die Gewerkschaft Verdi hat Beschäftigte der Sparkasse zum Streik aufgerufen. Und davon ist auch Thüringen betroffen.

Sparkasse Thüringen: Verdi ruft zu Streiks auf

Im Zuge der Tarifauseinandersetzung im öffentlichen Dienst hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten der Sparkassen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen für Montag zu Warnstreiks aufgerufen. Sie sollen zu einer gemeinsamen Kundgebung ins sächsische Annaberg-Buchholz kommen, die um 11.00 Uhr vor der Erzgebirgssparkasse beginnt.

+++Sparkasse-Mitarbeiter in Thüringen aufgebracht: „Sind nicht beklatscht worden“+++

------------------------

So soll der Streiktag ablaufen:

  • 4 Uhr: offizieller Streikbeginn, danach individuelle Anreise aus allen Regionen der drei mitteldeutschen Bundesländer nach Annaberg-Buchholz.
  • 9.30 Uhr: Treffen an der Erzgebirgssparkasse in Annaberg-Buchholz, Große Kirchgasse 18.
  • 11-13 Uhr: Kundgebung
  • 13 Uhr: symbolisches Einreißen der „Arbeitszeitmauer“ zwischen Ost und West

--------------------------

Annaberg-Buchholz sei bewusst als Austragungsort gewählt worden, teilte die Gewerkschaft mit. Mit dem Vorstandsvorsitzenden der Erzgebirgssparkasse, Roland Manz, sitze ein prominenter Vertreter der Sparkassenvorstände am „gesonderten Verhandlungstisch für die Sparkassen“, der bereits am 8. Oktober zur nächsten Verhandlung zusammenkomme. Für die Sparkassen-Mitarbeiterinnen gehe es speziell um die beabsichtigte Streichung der Sparkassensonderzahlung.

-------------------------

Mehr News aus Thüringen:

Corona in Thüringen: Kindergarten in Weimar bleibt zu – Ministerin prüft Ausbruch in Schleizer Behindertenwohnstätte

Walschleben: Tödliches Gift! Hühner und Enten verenden qualvoll

Jena: Welch dunkle Vergangenheit in Kahla unter der Erde schlummert, wissen die wenigsten

-------------------------

Verdi will Druck auf Arbeitgeber erhöhen

Mit den Warnstreiks will Verdi den Druck auf die Arbeitgeber in den laufenden Verhandlungen für Beschäftigte im Öffentlichen Dienst bei den Kommunen und im Bund erhöhen.

Die Gewerkschaft und der Beamtenbund dbb fordern für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten ein Plus von 4,8 Prozent für ein Jahr. Löhne und Gehälter sollen dabei mindestens um 150 Euro pro Monat steigen, Azubis sollen 100 Euro mehr bekommen. Zwei Gesprächsrunden brachten kein Ergebnis. Am 22. und 23. Oktober soll weiterverhandelt werden. (dpa)