Thüringen: EU mit neuen Plänen für die Bahn – Politiker sauer: „Zu Lasten der Bahnfahrenden“

Die EU hat Pläne für die Deutsche Bahn. Einem Poltiker aus Thüringen passen die gar nicht. (Symbolbild)
Die EU hat Pläne für die Deutsche Bahn. Einem Poltiker aus Thüringen passen die gar nicht. (Symbolbild)
Foto: imago images

Es ist ein ewiges Thema für Bahnreisende: Unwetter! Kommt das dazwischen, kann die Bahnfahrt schon mal ausfallen. Doch damit nicht genug. Dann beginnt auch noch das Geklüngel um Rückerstattungen der Fahrtkosten. So geht es natürlich auf Fahrgästen der Bahn in Thüringen.

Doch jetzt gibt es Pläne auf EU-Ebene, die vorsehen, die Entschädigungen für Bahn-Fahrgäste bei Verspätungen wegen Unwetters auszusetzen. Das findet allerdings Bejnamin-Immanuel Hoff, Infrastrukturminister in Thüringen, gar nicht gut.

Bahn in Thüringen: Pläne sorgen bei Politiker für Unmut

Der Versuch einiger EU-Mitgliedstaaten, bei „höherer Gewalt“, also wetterbedingten Zugverspätungen, einen Ausgleich für Fahrgäste zu streichen, sei „das Gegenteil von Verbraucherschutz“, sagte Hoff der Deutschen Presse-Agentur. Der Linke-Politiker leitet in Thüringen das Infrastrukturministerium und ist in seiner Funktion als Kulturminister auch zuständig für Europa-Angelegenheiten. Außerdem ist Hoff Chef der Staatskanzlei.

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Seit Langem hatten Vertreter von Europaparlament und EU-Staaten über Reformen im Bahnverkehr verhandelt. Vor wenigen Tagen wurde eine Einigung bekannt. EU-Staaten und Europaparlament müssen dieser vorläufigen Einigung noch einmal zustimmen, was jedoch als Formsache gilt.

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Thüringer Politiker: „zu Lasten der Bahnfahrenden“

Hoff sagte: „Angesichts des Klimawandels müssen sich auch die Verkehrsunternehmen auf Klimaanpassungsstrategien einstellen. Bisherige Versäumnisse auf diesem Wege können nicht auf dem Rücken und zu Lasten der Bahnfahrenden ausgetragen werden.“ (dpa)