Erfurt: Stadt macht erschreckende Entdeckung auf Baustelle – Politiker: „Finde ich zum Kotzen“

Die Stadt Erfurt ist fassungslos. Unbekannte haben eine Baustelle komplett zerstört.
Die Stadt Erfurt ist fassungslos. Unbekannte haben eine Baustelle komplett zerstört.
Foto: imago images/Shotshop

Erfurt. Dass auf städtischen Baustellen Werkzeug verschwinde, das sei nichts Neues. Doch jetzt habe der Vandalismus auf einer Baustelle in Erfurt ein ganz neues Level erreicht.

Die Stadt Erfurt ist fassungslos! Und die Leidtragenden sind in diesem Fall Kinder und Jugendliche. „Entschuldigen Sie den Ausdruck“, sagt der Beigeordnete für Bau und Verkehr Alexander Hilge in einem Videostatement, „aber das finde ich ziemlich zum Kotzen!“

Erfurt: Stadt fassungslos – Baustelle komplett zerstört

„Aktuell haben wir mit ein paar Problemen auf der Baustelle zu kämpfen, die mein Blut ein bisschen zum Kochen bringen“, berichtet Hilge in einem Video, das die Stadt Erfurt auch bei Facebook geteilt hat.

Es gehe um die Baustelle an der Musikfabrik am Rabenhügel, Erfurt-Süd-Ost. Die Kinder- und Jugendeinrichtung wird gerade komplett saniert – doch jetzt haben Unbekannte auf der Baustelle ihr Unwesen getrieben.

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„Idioten sind hier am Werk gewesen“, klagt Hilger, „und haben die gesamte elektrische Anlage rausgehackt, haben alle frisch verlegten Leitungen, Kabel, Brandschutzleitungen einfach rausgeschnitten – 300 Kilo Stromleitungen – um sich da ein paar Euro dazuzuverdienen.“

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Hilger: „Solchen Leuten muss man das Handwerk legen“

Das könne man nicht einfach akzeptieren, stellt Hilger klar. Nicht nur, dass die Fertigstellung der Baustelle nun drei Monate länger dauern wird, das Ganze wird die Stadt Erfurt auch einen hohen fünfstelligen Betrag kosten.

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„Das kann nicht sein“, findet Hilger. Deshalb hat er eine dringende Bitte an die Anwohner. „Wenn Sie was gemerkt haben in dieser Woche, vielleicht einen Transporter, der oben am Rabenhügel nachts irgendwas eingeladen hat, melden Sie es bitte der Polizei oder schreiben Sie uns eine E-Mail. Solchen Leuten muss man das Handwerk legen“. (fno)