Erfurt: Lockdown trifft Gastronomie hart – Café-Betreiber überrascht mit Einschätzung der Lage

Wegen Corona ist Erfurt erneut im Lockdown. Das sagt der Betreiber vom Café Füchsen dazu!
Wegen Corona ist Erfurt erneut im Lockdown. Das sagt der Betreiber vom Café Füchsen dazu!
Foto: imago images / Seeliger / Thüringen24

Erfurt. Diese Entscheidung trifft viele Einrichtungen in Erfurt hart: Die Bundesregierung hat wegen der Corona-Pandemie einen Lockdown beschlossen – erneut.

Wie schon im Frühjahr müssen Freizeiteinrichtungen, Dienstleistungsbetriebe und auch Restaurants ab November schließen. Zunächst bis Ende des Monats. Ein Café-Betreiber aus Erfurt überrascht mit seiner Einschätzung der Lage.

Erfurt: Erneuter Lockdown! Das denkt ein Café-Betreiber darüber

In den vergangenen Monaten haben die Cafés und Restaurants ihre Betriebe maßgeblich umstellen müssen. Abstand zwischen den Tischen, weniger Gäste, Aufnahme von Kontaktdaten und Maskentragen.

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Doch trotz allen Maßnahmen waren die meisten wohl froh darüber, überhaupt öffnen zu dürfen. Jetzt steht erneut ein ungewisser Monat bevor.

Ein Café-Betreiber aus Erfurt blickt trotzdem optimistisch in die Zukunft.

Kritik: „Manche meinen, sie wüssten es besser“

„Das ist alles etwas unglücklich gelaufen und es war ein großes hin und her“, berichtet Thomas Schindler vom Café Füchsen in der Hütergasse. Aber der Lockdown sei nur die folgerichtige Konsequenz auf das Verhalten mancher Menschen, „die meinen, sie wüssten es besser“, schlussfolgert er.

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Auch Schindler musste für das Füchsen ein Hygienekonzept erstellen, die Tische reduzieren. „Unser Innenraum ist relativ klein“, das sei nicht wirklich wirtschaftlich.

Er bleibt trotzdem zuversichtlich: „Ich bin der Meinung, man sollte Vertrauen schöpfen und das so annehmen“, sagt er im Gespräch mit Thüringen24 am Donnerstagvormittag. „Es wird nicht leicht, aber diesen einen Monat werden wir überstehen.“

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Café-Betreiber bleibt optimistisch

Er hofft auf eine Entschädigung der Bundesregierung. Denn Betriebe, die besonders vom neuen Lockdown betroffen sind, sollen um die 70 Prozent der Vorjahresumsatzes erhalten. „Ich bin sehr gespannt, ob das auch klappt“, meint Schindler.

Und bis dahin werde man sich etwas einfallen lassen. „Seit Mittwoch zerbrechen wir uns den Kopf darüber, was wir machen können.“ Belieferung wäre eine Option, aber da stehe noch nichts genaueres fest. „Wir hoffen da natürlich auch auf die Unterstützung unserer Gäste“, bleibt Schindler zuversichtlich.

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Restaurant-Betreiberin: „Politiker müssen Situation greifbar machen“

Ähnlich sieht es auch die Restaurant-Betreiberin vom Ba Badiyel in der Futterstraße. „Es hilft nichts, sich jetzt zu ärgern und zu grübeln“, sagt Medina Yilmaz. „Wir müssen jetzt was machen!“ Aus dem ersten Lockdown habe das Team bereits Erfahrungen sammeln können, und diesmal sofort einen Abholservice eingerichtet.

Die Restaurant-Betreiberin hätte sich aber von der Politik mehr Transparenz gewünscht. „Ich wünsche mir, dass die Politiker mehr Nähe zu den Menschen schaffen, damit der Ernst der Lage auch greifbar wird.“ Das komme im Moment viel zu kurz, kritisiert sie.

Für die Restaurant-Szene sei es sehr traurig, dass es zu einem erneuten Lockdown kommt. „Aber es kommen wieder bessere Zeiten“, ist sich Medina sicher. „Ich glaube ganz fest daran.“

Alles zum Lockdown erfährst du hier: Corona in Deutschland! (fno)