Clueso: Schwere Vorwürfe gegen die Regierung – „Hier werden Existenzen platt gemacht“

Sänger Clueso aus Erfurt äußert sich kritisch zur aktuellen Corona-Lage!
Sänger Clueso aus Erfurt äußert sich kritisch zur aktuellen Corona-Lage!
Foto: imago images / VIADATA

Erfurt. Der Erfurter Sänger und Songwriter Clueso erhebt schwere Vorwürfe gegen die Regierung aufgrund der aktuellen Corona-Maßnahmen.

Die Kulturlandschaft sei in großer Gefahr, „hier werden Existenzen platt gemacht!“, sagt Clueso. Er sagt aber auch, einige Maßnahmen seien nötig gewesen.

Clueso: „Kulturbranche retten!“ – Sänger erhebt schwere Vorwürfe

Sänger Clueso hat sich in einem Interview zur aktuellen Lage der Kulturbranche während der Corona-Krise geäußert. Dabei hielt er nicht hinter dem Berg, wie dramatisch es um die Kulturlandschaft in Deutschland stehe.

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Das ist Clueso:

  • wurde am 9. April 1980 in Erfurt geboren
  • bürgerlich heißt er Thomas Hübner
  • deutscher Sänger, Rapper, Songwriter, Produzent und Autor
  • machte zunächst eine Ausbildung zum Friseur, bevor er sich für die Musik entschied
  • 2001 erschien sein erstes Album „Text und Ton“
  • mittlerweile hat er acht Alben veröffentlicht und sein eigenes Label
  • 2020 erschien mit „Andere Welt“ eine Kollaboration mit den Rappern Capital Bra und KC Rebell

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Gegenüber MDR Jump sagte der Erfurter: „Hier werden Existenzen platt gemacht!“ Nicht nur die Künstler auf der Bühne hätten mit den Konsequenzen zu kämpfen. Sondern ebenso „ganz viele Leute, die Bühnen aufbauen, die Licht machen, die organisieren. Das ist ein Riesenstab von Leuten, die alle ihren Job verlieren.“

Auch Clueso habe bereits Abgänge aus seinem Team hinnehmen müssen. Das letzte Konzert des Sängers war vergangenes Jahr an Weihnachten.

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Clueso: „Uns fehlen sonst ganz viele kritische Stimmen“

Der „Aber ohne dich“-Interpret sagt aber auch deutlich, dass ihm bewusst sei, welches erhebliche Risiko Konzerte in der aktuellen Situation darstellen. Wenn Menschenmassen aufeinander treffen, sei die Ansteckungsgefahr einfach zu hoch.

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Stattdessen sollte die Regierung die Kulturbranche mit Subventionierungen unterstützen, „damit man die Kultur rettet.“ Denn „ sonst fehlen uns in der Gesellschaft ganz viele kritische Stimmen“, appelliert Clueso.

Das ganze Interview findest du bei MDR Jump. (fno)