„Pro.vention“ in Erfurt: Diese Erfindung könnte unseren Alltag verändern – du kannst sie überall mit hinnehmen

Eine Erfinndung, die auf der „Pro.vention“ in Erfurt vorgestellt worden ist: Die „SafetyFingers“.
Eine Erfinndung, die auf der „Pro.vention“ in Erfurt vorgestellt worden ist: Die „SafetyFingers“.
Foto: Friederike Noske/Thüringen24

Erfurt. Wie kann der Alltag mit dem Corona-Virus gelingen? Dazu sind über 100 Austeller nach Erfurt gekommen, um Antworten auf diese Frage zu bieten.

Auf der „pro.vention“, der ersten Fachmesse für Corona-Schutzmaßnahmen, präsentieren Austeller in Erfurt am Donnerstag und Freitag ihre Ideen, wie das Leben mit dem Virus erleichtert werden kann. Wir haben uns umgesehen!

Erfurt: Alltag mit Corona – DIESE Erfindungen sollen ihn einfacher machen

Von modernen Lüftungsanlagen, Oberflächenreinigungsgeräten und -mitteln bis hin zu Corona-Testsystemen reihen sich die Erfindungen – coronakonform mit Abstand – in der Messehalle auf. Mit dabei sind auch Dirk Kieslich und Hagen Tschorn, die einen nützlichen „Alltagshelfer“ entwickelt haben.

Ob Türklinken, Bankautomaten, Displays – jeden Tag kommt man mit verschiedensten Oberflächen in Kontakt, die vorher schon Hunderte andere Menschen angefasst haben. Dafür hat sich ein Unternehmen nun die „SafetyFingers“ ausgedacht.

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Kleiner Helfer im Alltag

Diese Fingerkappen aus Silikon können über Zeige- und Mittelfinger gezogen werden, um so den direkten Kontakt zu Oberflächen zu vermeiden. An den Seiten haben sie extra Löcher, damit man darunter nicht schwitzt.

„Oft braucht man ja nur zwei Finger und nicht die ganze Hand für einen Vorgang“, erklärt Tschorn. Aber auch ein ganzer Handschuh in ähnlichem Stil sei bereits in der Planung. Die „SafetyFingers“ können mit einem Magneten an einem Clip befestigt werden, so dass man schnell „hineinschlüpfen kann“, so Entwickler Dirk Kieslich.

„Danach kann man sie dann ganz normal mit Wasser und Seife abwaschen oder einfach in die Spülmaschine tun“, so Tschorn.

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Händewaschen – „Die meisten machen es falsch“

Regelmäßiges Handewäschen ist das A und O während der Corona-Krise – doch die meisten machen es nicht richtig, oder zu kurz, wissen Alexander Döpel und Solomya Katernink. Die beiden stellen auf der „pro.vention“ deshalb den „Soapi Coach“ vor: einen Farbstoff zum Händewaschen.

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Dieser Farbstoff – „nur aus natürlichen Extrakten“, wie Alexander Döpel versichert – färbt die Hände in einem hell-lilafarbenen Farbton ein und soll so die Keime auf den Händen simulieren. Beim Händewaschen soll dann genau deutlich werden, wo noch Restfarbe lauert – also Keime.

„Das wäre vor allem an Schulen sehr nützlich“, erklärt Döpel, „um direkt zum richtigen, gründlichen Händewaschen zu sensibilisieren.“ In Zukunft soll es auch ein Produkt geben, der Seife und Farbstoff zusammen vereint.

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Zukunft für die Veranstaltungsbranche?

Hoch technisch wird es am Stand von Thomas Pellkofer, Geschäftsführer des Startups „scal-ing“, der ein System vorstellt, das kontaktlos die Körpertemperatur von Menschen misst.

Nützlich wäre das zum Beispiel bei Veranstaltungen mit vielen Besuchern, wie Konzerten. Das System „TIM Event“ besteht aus einer Wärmebildkamera, einem Referenzstrahler und einem integrierten Alarmsystem: Die Wärmebildkamera misst die Körpertemperatur des Besuchers und kann mithilfe des Referenzstrahlers, der eine Temperatur um 37 Grad anzeigt, direkt vergleichen, ob eine erhöhte Temperatur vorliegt.

„Gerade für die Veranstaltungsbranche wäre das eine große Erleichterung bei den Einlasskontrollen“, findet Pellkofer. „Großveranstaltungen sollen ja in Zukunft wieder möglich sein – auch wenn uns das Virus noch länger begleitet“.

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Die „pro.vention“ ist noch am Donnerstag und Freitag, 5. und 6. November, in der Messe in Erfurt. Du kannst auch digital teilnehmen! (fno)