RW Erfurt-Hooligans terrorisieren über Thüringens Landesgrenze hinaus – das soll jetzt ein Ende haben

RW Erfurt-Hooligans stehen nun vor Gericht. (Symbolbild)
RW Erfurt-Hooligans stehen nun vor Gericht. (Symbolbild)
Foto: imago images / Karina Hessland

RW Erfurt-Hooligans terrorisieren das Land – und das nicht nur in Thüringen. Das soll jetzt ein Ende haben. Die Anhänger eines Fußball-Clubs von Rot-Weiß Erfurt stehen vor Gericht.

Im April dieses Jahres rückt eine Hooligan-Gruppierung von RW Erfurt ins Licht der Öffentlichkeit. Hinter dem Namen „Jungsturm“ verbergen sich Männer, die als gewaltbereit und rechtsgerichtet gelten.

RW Erfurt: Vier Männer vor Gericht

Damals rückten mehr als 100 Polizisten zu Razzien in Halle/Saale, Erfurt, Sondershausen, Kirchheim sowie in der Region Saalfeld-Rudolstadt an, um gegen mutmaßliche Mitglieder vorzugehen. Vor dem Landgericht Gera müssen sich die RW Erfurt-Hooligans ab Donnertag verantworten.

Nach Angaben eines Gerichtssprechers sind vier Männer angeklagt, denen die Staatsanwaltschaft Gera die Bildung einer kriminellen Vereinigung, Raub und gefährliche Körperverletzung vorwirft. Die Angeklagten sind zwischen 1991 und 1999 geboren worden. Zwei von ihnen sollen zu den Gründern von „Jungsturm“ gehören.

Im April wurden insgesamt drei Männer festgenommen, zwei in der Region Saalfeld-Rudolstadt und einer in Halle/Saale. Sie sind bereits als rechte Straftäter bekannt gewesen. Ob diese drei am Donnerstag vor Gericht sind oder ob es sich um andere „Jungsturm“-Mitglieder handelt, konnten laut der Deutschen Presse-Agentur bislang weder die Staatsanwaltschaft Gera noch das Landgericht Gera sagen.

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Diese Taten werden den RW Erfurt-Hooligans zur Last gelegt: Sie sollen sich im Juli 2019 an einem Übergriff auf bis zu 150 Fußballfans des FC Carl Zeiss Jena am Bahnhof in Gotha beteiligt haben.

RW Erfurt: 30 Verhandlungstage

Außerdem sollen sich die Angeklagten zuvor auch an Übergriffen in Saalfeld auf Jena-Fans beteiligt haben, die als eher linksorientiert gelten.

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In Brandenburg und Hessen sollen sich die Männer mit anderen Hooligan-Gruppen getroffen haben, um sich gegenseitig zu verprügeln. „Bei diesen Kämpfen sollen die Angeklagten unter anderem mit großer Wucht Schläge oder Tritte gegen die Köpfe von Gegnern verübt haben, teils wenn diese schon am Boden gelegen seien“, heißt es dazu vom Gericht.

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Wegen der vielen Vorwürfe hat die Staatsschutzkammer des Landgerichts fast 30 Verhandlungstage angesetzt. Der letzte Termin für den RW Erfurt-Hooligans-Prozess soll Anfang März stattfinden. (ldi/dpa)