Stadt Erfurt warnt: Tödliche Gefahr für Igel lauert in vielen unserer Gärten

Die Stadt Erfurt warnt! Diese Gefahr lauert im Garten auf Igel.
Die Stadt Erfurt warnt! Diese Gefahr lauert im Garten auf Igel.
Foto: imago images / Panthermedia

Erfurt. Das Veterinäramt Erfurt schlägt Alarm!

Immer mehr verletzte Igel werden in der letzten Zeit gemeldet. Deshalb hat das Amt nun eine wichtige Bitte an alle Gartenbesitzer in Erfurt.

Erfurt: Achtung Igel! Darauf solltest du unbedingt achten

Voll im Trend bei Gartenbesitzern: der Rasenroboter, der den Rasen im Garten automatisch und regelmäßig mäht. Doch für einige Bewohner im Garten können die Mähroboter lebensgefährlich werden.

„Viele Besitzer wissen nicht von der Gefahr, welche von automatischen Rasenmähern für Kleintiere ausgeht“, schreibt die Stadt Erfurt. „Häufig wird angenommen, dass die Roboter Hindernisse erkennen und ihnen ausweichen oder dass das Mähwerk zu tief liegt, um Tieren Schäden zufügen zu können.“ Eine Untersuchung der Stiftung Warentest habe jedoch allen elf geprüften Geräten gravierende Sicherheitsmängel nachgewiesen.

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Deswegen werde auch dringend davor gewarnt, sie unbeaufsichtigt im Beisein von Kleinkindern oder Haustieren zu betreiben.

Igel begeben sich im Dunkeln auf Futtersuche und werden erst ab der Dämmerung und in der Nacht aktiv. Aus diesem Grund bestehe vor allem zu dieser Tageszeit eine hohe Gefährdung. Einem großen Verletzungsrisiko sind besonders Jungigel ausgesetzt, da sie aufgrund ihrer geringen Größe leichter unter das Mähwerk geraten können.

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Immer mehr Igel mit Verstümmelungen durch Mähroboter

Igel ergreifen in Gefahrensituationen nicht die Flucht. Sie rollen sich zusammen und erstarren. Bei den Unfällen entstehen zum Teil lebensbedrohliche Schnittwunden und Verstümmelungen.

Tierschutzorganisationen und Tierärzte appellieren daher zum Schutz wildlebender Tiere, Mähroboter grundsätzlich unter Aufsicht und nicht in der Dämmerung oder nachts zu verwenden. Auch sei es sinnvoll, die Rasenfläche tagsüber vor dem Start des Gerätes auf Kleintiere wie Amphibien abzusuchen.

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Um zu testen, ob der Mähroboter Hindernissen ausweicht, empfiehlt die Stadt den sogenannten „Apfel-Test“: Dazu wird ein kleiner Gegenstand wie beispielsweise ein Apfel ins Gras gelegt, um so überprüfen, ob der Roboter ihn erkennt.

Wer verletzte Igel oder andere Wildtiere findet, sollte diese zur tierärztlichen Versorgung in die nächste Tierarztpraxis oder eine Tierklinik bringen. Der tierärztliche Bereitschaftsdienst in Erfurt ist über die von der Landestierärztekammer Thüringen beauftragte Vermittlungszentrale unter der Rufnummer 0361 644 788 08 zu erreichen. (fno)