Erfurt: Sorge im die Innenstadt! OB alarmiert – „Muss dringend was getan werden“

Erfurts Oberbürgermeister sorgt sich um die Innenstadt.
Erfurts Oberbürgermeister sorgt sich um die Innenstadt.
Foto: imago images/Steve Bauerschmidt

Die Corona-Pandemie hat Deutschland noch immer fest im Griff. Viele Menschen haben Angst um ihre Existenz. So auch in Erfurt. Vor allem Einzelhändler und Gastronomen sind betroffen. Auch Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) sorgt sich um die Zukunft der Innenstadt.

Deswegen hat Bausewein den Einzelhändlern in Erfurt Unterstützung zugesagt. Am Dienstabend traf er sich mit dem City-Management Erfurt. Für ihn ist klar: „Die Lage im Einzelhandel ist höchst dramatisch, da muss dringend etwas getan werden.“

Erfurt: OB will damit der Stadt helfen

Was er sich vorstellt: Eine vergleichbare Finanzspritze wie die, die die Gastro-Betriebe im Lockdown-Monat November erhalten. Sie erhalten auf Antrag 75 Prozent ihres Vorjahresumsatzes.

So eine Regelung wünscht sich der OB auch für den Einzelhandel in Erfurt. Die Stadt selbst kann das Geld aber nicht aufbringen. Für ihn müssen Bund und Länder die Hilfe leisten. Die Landeshauptstadt habe durch die Pandemie bereits Steuerausfälle und Mehrkosten in Höhe eines „mittleren zweistelligen Millionenbetrags“. Bausewein: „Wir müssen unseren Haushalt im Blick behalten.“

Gänzlich tatenlos zusehen will die Stadt Erfurt aber nicht. Mit „kleinen Dingen“, will man die Menschen „hoffentlich in die Innenstadt locken“. Eine Möglichkeit: Die Parkgebühren auf städtischen Parkplätzen teilweise erlassen.

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Das ist die Stadt Erfurt:

  • wurde 724 erstmals urkundlich erwähnt
  • ist die Landeshauptstadt von Thüringen
  • ist mit 214.000 Einwohnern auch die größte Stadt in Thüringen
  • Sehenswürdigkeiten: Krämerbrücke und Erfurter Dom
  • Oberbürgermeister ist Andreas Bausewein (SPD)

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Das soll nun in der Verwaltung geprüft werden. Ein Antrag wurde bereits gestellt. „Wir brauchen aber eine Lösung, dass es wirklich die Kunden des Einzelhandels nutzen können und nicht Menschen, die in der Innenstadt arbeiten“, so Bausewein.

Erfurt: Bausewein wünscht sich verkaufsoffenen Sonntag

Ebenfalls geprüft werden soll ein „Weihnachtsmarkt-Rundlauf“ durch die ganze Stadt Erfurt im nächsten Jahr. Das hatten Händler gefordert. Sie wünschen sich schon seit langem eine Erweiterung des Erfurter Weihnachtsmarktes, zum Beispiel am Hirschgarten, um die Innenstadt in der Adventszeit attraktiver zu machen.

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Diese Idee kann sich OB Bausewein sehr gut vorstellen. Bei einem weiteren Treffen in zwei Wochen will er dem City-Management Erfurt die ersten Prüfergebnisse vorstellen.

Beim Thema Verkaufsoffene Sonntage kann Bausewein leider nicht viel machen. Die Einzelhändler forderten bereits in der Vergangenheit nach regelmäßigen Ausnahmen der Öffnungszeit am Sonntag.

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„Ich fände es gut, wenn jede Kommune über vier Termine im Jahr frei bestimmen könnte und es dafür keinen Anlass wie einen Weihnachtsmarkt braucht“, sagte er. Doch das liegt nicht in seiner Hand. Die Macht über diese Regelung liegt im Landesrecht.

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„Ich appelliere an das Land, diese Möglichkeit schnellstmöglich zu schaffen.“ Der verkaufsoffene Sonntag am 6. Dezember in Erfurt wurde bereits abgesagt. Dennoch wünscht sich der OB noch einen Tag in diesem Jahr, damit die Einzelhändler ein gutes Geschäft machen können. (ldi)