Lost Places in Erfurt: Historisches Haus steht seit Jahren leer – tut sich jetzt endlich was?

Das Haus an der Pilse in Erfurt wirkt neben den schön renovierten Fassaden seiner Nachbarn fehl am Platze. (Archivbild 2019)
Das Haus an der Pilse in Erfurt wirkt neben den schön renovierten Fassaden seiner Nachbarn fehl am Platze. (Archivbild 2019)
Foto: imago images / Karina Hessland

Erfurt. Lost Places stehen bei den städtischen Entdeckern hoch im Kurs, aber Wohnungen in Innenstadtnähe in Erfurt ebenso. Einen Lost Place zu einer bedarfsgerechten Wohnung umzubauen könnte sowohl die historische Bausubstanz erhalten als auch Wohnraum in bester Lage schaffen.

An einem Haus an der Pilse in der Altstadt von Erfurt steht jetzt tatsächlich ein Baugerüst. Tut sich dort etwas?

Lost Places in Erfurt: Baugerüst vor diesem Altbau – tut sich was in der Innenstadt?

In seinem einstigen Glanz erstrahlt der Altbau an der Pilse, Ecke Rupprechtsgasse schon lange nicht mehr. Anger, Fischmarkt, Wenigemarkt und Krämerbrücke liegen hier ganz nah, und dennoch ist Haus „lost“.

Seit dem Jahr 2004 existiert es vor sich hin – ohne Bewohner und ohne die dringend notwendige Renovierung.

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Stattdessen bietet es einen heruntergekommenen Anblick: Vernagelte Türen, Graffiti, abblätternde Farbe an diesem verlorenen Ort, der in der Denkmalliste der Stadt geführt wird.

So steht es wirklich um das denkmalgeschützte Haus

Doch seit wenigen Tagen steht dort ein Baugerüst. Erwacht das Haus zu neuem Leben?

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Das hoffen viele Menschen, die einst in der Gegend gewohnt haben. Ein Foto des Lost Place in einer Erfurt-Gruppe bei Facebook lässt sie in schönen Erinnerungen schwelgen: „In der Bruchbude hatte ich meine schönsten Stunden“, kommentiert ein Mitglied.

Doch ob und wann Menschen in dem Gebäude wieder schöne Stunden erleben können, steht laut der Stadt allerdings leider nicht fest. Bei dem Baugerüst handele es sich höchstwahrscheinlich bloß um eine Sicherungsmaßnahme. „Schließlich ist es nur ein kleines Gerüst an einem Teil der Fassade“, sagt eine Stadtsprecherin.

Somit bleibt es zunächst bei den Erinnerungen bei den Erfurtern – und dem Lost Place für alle Stadtentdecker. (vh)