Erfurt: Ladenbesitzerin klagt an – „Mir steht das Wasser bis zum Hals“

Erfurt: Geschäfte sind wegen Corona geschlossen. Ladenbesitzer stehen vor dem Aus.
Erfurt: Geschäfte sind wegen Corona geschlossen. Ladenbesitzer stehen vor dem Aus.
Foto: imago images IPON

Der Corona-Lockdown trifft viel Branchen hart. Auch der Einzelhandel leidet extrem, denn Läden sind seit Wochen geschlossen, Angebot verfallen und – was für viele wohl am Schlimmsten ist – die Zukunft ist völlig ungewiss. Eine Ladenbesitzerin aus Erfurt spricht nun Klartext. „Mit steht das Wasser bis zum Hals“.

Erfurt: Einzelhändler in der Stadt in großer Not – „Wasser bis zum Hals“

Die Händlerin betreibt zwei Modegeschäfte in der Innenstadt von Erfurt. Doch im Lager stapeln sich die Kisten mit unverkaufter Ware. „Mit steht das Wasser bis zum Hals“, sagt die Besitzerin gegenüber der Thüringer Allgemeinen Zeitung.

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Die Geschäftsfrau beteiligt sich deshalb an der Protestaktion „Wir machen aufmerksam“ – nicht zu verwechseln mit der höchst umstrittenen Netz-Initiative „Wir machen auf“, die Landebesitzer und Einzelhändler dazu animieren will, trotz Lockdown regelwidrig die Geschäfte zu öffnen.

Erfurt: Initiative „auf_merksam“ gestartet

Stattdessen hat sie gelbe Plakate mit der Aufschrift „Wir machen auf_merksam“ in die Schaufenster gehängt, Fotos davon in den sozialen Netzwerken geteilt. Zielder Aktion: Die Geschäftsleute wollen so eine verlässliche Zusage von Ausgleichszahlungen bekommen.

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Es müssten endlich Unterstützungsprogramme kommen, sonst drohten Insolvenzen und verödete Innenstädte, prognostiziert der der Handelsverband Thüringen. Mehr dazu hier: Thüringer Allgemeine. (fno)