Erfurt: Neue Baupläne für die Stadt – und die werden kontrovers diskutiert! „Zu viel für das Grundstück“

Das Wohngebiet „Roter Berg“ in Erfurt soll demnächst umgebaut werden.
Das Wohngebiet „Roter Berg“ in Erfurt soll demnächst umgebaut werden.
Foto: IMAGO / Karina Hessland

Erfurt. DIESE Pläne werden kontrovers diskutiert.

Erfurt ist mit rund 214.000 Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt in Thüringen, leidet aber wie alle Großstädte in Deutschland an einem Mangel an günstigen Wohnungen. Das soll sich bald ändern – zumindest wenn es nach den Planungen der Stadt geht. Denn um mehr und vor allem günstigere Wohnungen bereitzustellen, plant die Stadt Erfurt einen Um- und Ausbau des Wohngebiets „Roter Berg“.

Doch Begeisterung kommt nicht bei allen auf...

Erfurt: Neue Baupläne für die Stadt – doch die sorgen für Diskussionen!

Die Stadt will mit dem Bauvorhaben „ZooWohnen – Gemeinschaftliches Wohnen“ eine neue Qualität in Erfurt etablieren. Der Bereich nördlich und westlich des Jakob-Kaiser-Rings soll nach den neuen Bebauungsplänen umgestaltet werden. Die Stadt will laut eigenen Angaben flächensparende Wohnungen als Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser sowie als Doppelhäuser errichten.

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Das ist die Stadt Erfurt:

  • wurde 724 erstmals urkundlich erwähnt
  • Landeshauptstadt von Thüringen
  • ist mit 214.000 Einwohnern auch die größte Stadt in Thüringen
  • Sehenswürdigkeiten: Krämerbrücke und Erfurter Dom
  • Oberbürgermeister ist Andreas Bausewein (SPD)

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Zusätzlich soll ein Quartierzentrum geschaffen werden, das mit der Umgebung bestmöglich vernetzt sein soll. Die neuen Wohngebäude sollen so zudem möglichst verkehrsarm erschlossen werden.

So weit die Theorie. Doch schon die kommt längst nicht gut an. Auf Facebook wird in einer Erfurt-Gruppe zu den Wohnungsbau-Plänen diskutiert. Ein Erfurter teilt die Fotos der Pläne, schreibt dazu: „So soll es mal aussehen auf dem 'Roten Berg' in Erfurt. Die Wohnungsbaugenossenschaft 'Zukunft' möchte gern so die Fläche neben den Parkplatz Erfurter Zoo mit Mehrfamilienhäusern und Reihenhäuser bebauen. Was sagt Ihr dazu?“

„Zuviel für das Grundstück“

Seine Meinung schiebt er gleich hinterher: „Ich finde, dass es etwas viel überbaute Fläche ist. Und mit bis zu sechs Stockwerken und kaum Platz für Grünfläche und Bäumen, ist das zuviel für dieses Grundstück!“

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Hier eine Auswahl an Kommentaren, die sich zu den Plänen äußern:

  • „Irgendwo müssen die Wohnungen ja hin, die dringend benötigt werden.“
  • „Ich hoffe mal bezahlbar. Es gibt viele Leute, die alleine sind.“
  • „Erst wenn man auf der Suche ist, fällt einem richtig auf, dass in Erfurt derzeit viele Wohnungen gebaut werden. Wenn man aber allein eine Zwei-Raum-Wohnung sucht, die bezahlbar ist, dann ist die Suche ernüchternd.“
  • „Dann hätten sie die ganzen Blöcke nicht abreissen dürfen. Dann wäre genug Wohnraum auf dem 'Roten Berg' da gewesen.“
  • „Die Leute schimpfen über zu wenig bezahlbaren Wohnraum. Baut eine Wohngenossenschaft (nicht privat) jedoch Wohnungen, wird auch genölt. Ja, was denn nun?“
  • „Bin der Meinung, dass dadurch das Wohngebiet deutlich aufgewertet werden kann. Die Infrastruktur ist da und der hässliche und in seiner Größe unnütze Parkplatz würde sinnvoller genutzt. Auch schön, das viele Bäume und Grün vorgesehen ist.“

Bis zum 26. Februar können die Pläne im Erfurter Bauinformationsbüro einsehen und Einwände erheben. (mg)

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Der Petersberg in Erfurt wird gerade komplett neugestaltet – und für den ein oder anderen bald vielleicht gar nicht mehr wiederzuerkennen sein. Für die Bundesgartenschau werden nicht nur neue Gebäude gebaut, das Gelände wird auch großflächig neu bepflanzt. Dafür hat die Stadt Erfurt nun ein großzügiges Geschenk aus dem Fernen Osten erhalten. Hier erfährst du alle Details!