Bodo Ramelow nach Impfgipfel positiv: „Ich gehe jetzt mit einem guten Gefühl“

Beim Kampf gegen das Coronavirus blickt Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) nach einem „Impfgipfel“ von Bund und Ländern optimistischer auf den März.
Beim Kampf gegen das Coronavirus blickt Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) nach einem „Impfgipfel“ von Bund und Ländern optimistischer auf den März.
Foto: Bodo Schackow/dpa

Erfurt. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) geht davon aus, dass im März deutlich mehr Impfdosen geliefert werden können als bisher.

Für das erste Quartal 2021 seien nun 18,3 Millionen Impfdosen angekündigt, sagte Ramelow nach dem sogenannten Impfgipfel mit Regierungschefs von Bund und Ländern und Vertretern der Pharmaindustrie sowie der Europäischen Kommission am Montag.

Bodo Ramelow positiv gestimmt

„Ich gehe jetzt mit einem guten Gefühl, dass wir in der ersten Märzwoche jedenfalls deutlich mehr an Volumen haben werden als das, was wir in der ersten Januarwoche hatten und in der ersten Februarwoche“, sagte Ramelow.

Man habe sich auch darauf verständigt, dass die Impfpläne nachjustiert werden. So wolle man auf die „leichten Ausfälle“ bei Lieferungen reagieren.

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Ab wann dürfen Hausärzte impfen?

In den Beratungen ging es auch um eine Perspektive, ab wann Hausärzte die Menschen in ihren Praxen gegen das Coronavirus impfen können. Es sei angekündigt, dass man den „Übergang dann aus den Impfzentren in die Hausarztpraxen“ vollziehen könne, wenn im Schnitt drei bis fünf Millionen Dosen in der Woche zur Verfügung stehen, sagte Ramelow.

Hintergrund sei, dass einige Impfstoffe sehr stark gekühlt werden müssten. „Das kann nur in einem Netzwerk erfolgen, wenn genügend da ist, damit man schnell genug die Mengen verteilt und der Hausarzt sie sich dann entsprechend holt“, sagte Ramelow. Ziel sei es, dass die Impfstoffe am Ende in jede Praxis kommen.

Er bezeichnete es als „gutes Zeichen“, dass auch Vertreter von Pharmakonzernen bei den Beratungen dabei waren. „Es war eine gewichtige Fachbesprechung wie ich sie selten in meinem Leben erlebt habe“, sagte Ramelow.

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Thüringen soll im Februar 38 400 Impfdosen des Herstellers Astrazeneca erhalten

Für Thüringen veröffentlichte die Staatskanzlei am Montag nach den Beratungen einen neuen Implan für Februar. Er sieht vor, dass der Freistaat mit 38 400 Impfdosen des Herstellers Astrazeneca noch für Februar rechnen kann. Eine erste Lieferung mit 14 400 Impfdosen soll demnach am 7. Februar kommen, eine zweite mit 24 000 Impfdosen am 17. Februar. Der Impfstoff von Astrazeneca ist in Deutschland bislang nur für Menschen in der höchsten Priorisierungsgruppe gedacht, die unter 65 Jahre alt sind.

Unklar war zunächst, ob die ursprünglich zugesagten Moderna-Dosen geliefert werden, weil es für die letzte große Teillieferung von 16 800 Dosen in der letzten Februarwoche keine Bestätigung mehr gegeben hatte. (dpa)